Der Eisschnelllauf feiert am Wochenende beim Weltcup in Kasachstan eine Premiere: Der Massenstart steht nach einigen Probeläufen aus dem Vorjahr erstmals als offizieller Wettkampf auf dem Programm.

In Anlehnung an Sportarten wie Biathlon und Shorttrack werden in einem Rennen maximal drei Läufer pro Nation starten. In einem Lauf können mehrere Dutzend Läufer an den Start gehen. Neuland im Eisschnelllauf.

"Ich habe bei einigen Sportlern schon leuchtende Augen gesehen", sagt Helge Jasch, Teamchef der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Wer am Sonntag in Astana an den Start gehen wird, ist noch offen und hängt von den anderen Rennen ab.

Die Reaktionen der Läufer sind noch verhalten. Während Deutschlands bekannteste Eisschnellläuferin Claudia Pechstein spontan entscheiden will, ob sie startet, hat der Massenstart für den deutschen 1500-m-Meister Patrick Beckert einen besonderen Reiz: "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, weil es für die Zuschauer interessant wird."

Zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes werden die Frauen im Massenstart über 15 Runden an den Start gehen, die Männer laufen 20 Runden.

Die ersten Sechs erhalten Punkte (25, 15, 10, 5, 3 bzw. 1), während des Rennens gibt es wie im Radsport zwei Zwischensprints (5, 3, 2 bzw. 1 Punkte).

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