Die "ARD" hat ihre Berichterstattung in der Doping-Affäre um den Erfurter Mediziner Andreas Franke verteidigt und prüft zudem rechtliche Schritte gegen das Lager von Claudia Pechstein.

"Wir haben mit großer Verwunderung festgestellt, dass uns die DESG-Sportler und auch deren Präsident Herr Heinze wegen unserer Berichterstattung attackieren. Wir stehen zur Veröffentlichung unserer Rechercheergebnisse, die inhaltlich ja auch mittlerweile bestätigt worden sind", sagte "ARD"-Sportkoordinator Axel Balkausky.

Die Berichterstattung, die im Zusammenhang mit dem Fall auch Namen von Sportlern veröffentlicht hatte, die sich angeblich von Franke mit der umstrittenen Methode der Blutbestrahlung behandelt lassen haben, bezeichnete Balkausky als "korrekt und auch geboten".

Er bemängelte, dass die Athleten der Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) und deren Präsident Heinze vor der Formulierung der Protestschreiben keinen Kontakt mit der "ARD" aufgenommen hätten: "Wir hätten es gut gefunden, wenn jemand mit uns gesprochen hätte, bevor diese Schriften aufgesetzt wurden. Das ist nicht geschehen."

Die Sportler hatten der ARD in einem offenen Brief "unerträgliche Vorverurteilung" vorgeworfen und eine "angemessene Entschuldigung" gefordert.

Zudem erklärte Balkausky, dass die ARD eine Klage gegen eine Person aus dem Lager der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein prüfe.

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