Top-Favorit Sven Kramer ist zum Auftakt der Mehrkampf-WM der Eisschnellläufer in Moskau nur mit Glück einer Disqualifikation entgangen.

Im 500-m-Rennen übertrat der Oranje-Superstar auf der Zielgeraden mit dem rechten Schuh zweimal die Begrenzungslinie. Schiedsrichter Jan Augustinus, wie Kramer Niederländer, beließ es bei einer Ermahnung.

Kramer, der zwischen 2007 und 2010 viermal in Folge Mehrkampf-Weltmeister geworden war und im vergangenen Jahr pausiert hatte, lief in 36,70 Sekunden auf den achten Platz und liegt damit im Soll.

"Ich bin über die Linie gelaufen, aber nicht mit dem ganzen Schuh - sonst wäre ich wohl draußen gewesen. Ich bin noch dabei, ich habe Glück gehabt", sagte Kramer.

In Führung liegt nach der ersten von vier Strecken der Pole Zbigniew Brodka, der in 36,24 Sekunden den Niederländer Koen Verweij (36,26) und seinen Landsmann Konrad Niedzwiezki (36,32) auf die Plätze zwei und drei verwies. Von dem Top-Trio hat allenfalls der Vorjahres-Dritte Verweij Chancen auf eine Medaille.

Weltmeister Ivan Skobrew startete auf seiner Heimbahn verhalten und musste im Kampf um eine erfolgreiche Titelverteidigung als Zwölfter in 37,05 Sekunden einen herben Rückschlag hinnehmen.

Der einzige deutsche Starter, Patrick Beckert aus Erfurt, lief einen für ihn ordentlichen Sprint, kam in 37,95 Sekunden allerdings nicht über den 20. Platz hinaus.

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