Eisschnelllauf-Weltmeister Sven Kramer hat sich gegen eine Streichung der WM im großen Vierkampf ausgesprochen und darüber hinaus den Weltverband ISU kritisiert.

Die niedrigen Zuschauerzahlen, zum Beispiel bei der Mehrkampf-WM in Moskau, seien ein Marketingproblem.

"Haben die überhaupt eine Marketingabteilung?", fragte Kramer in einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf" süffisant.

Am Ablauf der WM will Kramer nicht rütteln. "Das Programm ist gut so, wie es ist. Die ISU muss nur dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen attraktiver werden", sagte Kramer in einer niederländischen Talkshow.

Eine terminliche Zusammenlegung der Sprint- und der Mehrkampf-WM sei dagegen "keine schlechte Idee".

Im Mutterland des Eisschnelllaufs gibt es derzeit Diskussionen, den großen Vierkampf (500 m, 1500 m, 5000 m, 10.000 m) durch den kleinen Vierkampf (500 m, 1500 m, 3000 m, 5000 m) zu ersetzen. Durch ein Wegfallen der 10.000 m würden die Wettkämpfe international wieder ausgeglichener, so das Argument.

Was der derzeit beste Eisschnellläufer der Welt davon hält, sagte Kramer dem "Telegraaf": "Bei allem Respekt: die 3000 m sind eine Frauenstrecke." Kramer hat vier seiner elf WM-Titel auf der längsten Eisschnelllauf-Distanz gewonnen.

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