Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat bei der Eisschnelllauf-DM in Berlin erneut den Titel verpasst.

Einen Tag nach Platz zwei über 3000 m hinter Stephanie Beckert kam die 40-Jährige auch über 1500 m auf Rang zwei. Pechstein benötigte 2:00,03 Minuten. Es siegte Titelverteidigerin Monique Angermüller (Berlin) in 1:58,87. Dritte wurde die Berlinerin Isabell Ost in 2:01,31.

"Ich bin total enttäuscht. Ich bin eingebrochen", sagte Pechstein nach ihrem Lauf und reagierte damit verärgert auf die Berichterstattung vom Vortag über ihren zweiten Platz auf 3000 m.

Pechstein fühlte sich offenbar falsch dargestellt, weil in der Berichterstattung auch von einem Einbruch die Rede war und ihre Leistung nicht richtig gewürdigt worden sei. Am Sonntag greift Pechstein über 1000 m und beim Massenstart noch nach dem Titel.

Zuvor war Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert aus der DM ausgestiegen. Die 24 Jahre alte Erfurterin klagte wieder über Rückenprobleme und verzichtete auf einen Start über 1500 m. Stattdessen wollte sie sich eine Woche vor dem Auftakt der Weltcup-Saison schonen.

"Es hat etwas gezwickt im Rücken. Nichts Schlimmes. Es ist alles im Grünen Bereich", sagte Beckert.

Beckert hatte am Freitagabend zum Auftakt der DM über 3000 m triumphiert und ihren 6. nationalen Titel eingefahren.

Die Erfurterin will sich in der neuen Saison auf die 3000 und 5000 m konzentrieren. "Und den Team-Wettbewerb habe ich auch im Auge", sagte die Team-Olympiasiegerin.

Angermüller strahlte nach ihren Sieg. "Ich bin selbst überrascht, dass es so gut lief. Hätte mir gestern jedamnd erzählt, dass ich hier gewinnen würde, hätte ich das nicht geglaubt", sagte die 28-Jährige, die erstmals nach ihrer fast einjährigen Leidenszeit im Wettkampf stand.

Eine Histamin-Intoleranz machte der Berlinerin in den letzten Monaten zu schaffen.

Bei den Männern sicherte sich Moritz Geisreiter nach seinem Sieg über 5000 m auch den Titel über 1500 m. Der WM-Vierte aus Inzell triumphierte in persönlicher Bestzeit von 1:48,52 Minuten vor Titelverteidiger Patrick Beckert (Erfurt/1:49,02) und Robert Lehmann (Erfurt/1:51,10).

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