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Claudia Pechstein gewann fünf Mal olympisches Gold © getty

Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ihre Kritik an der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) erneuert und abermals Sportdirektor Günter Schumacher ins Visier genommen.

"Ich habe Günter Schumacher nahe gelegt, seinen Posten zu verlassen. So erfolgreich der Verband in den letzten zwanzig Jahren war, Schumacher hat es geschafft, ihn komplett gegen die Wand zu fahren", sagte die 42-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe).

Schumacher sei jedem Dialog aus dem Weg gegangen.

"Mein Eindruck ist, dass er alle seine Aufgaben abwälzt, statt sie selbst zu lösen", sagte Pechstein. Diesen Verband könne sie so nicht gebrauchen. Schumacher wollte sich am Sonntagabend nicht zu den Vorwürfen äußern.

Von den vom Verband angekündigten Maßnahmen nach dem medaillenlosen Abschneiden bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi hält Pechstein offenbar wenig.

"Aktuell gibt es keine Bundestrainer außer Chefbundestrainer Markus Eicher, der leider schwer erkrankt ist. Das ist wirklich tragisch und ich wünsche ihm von ganzen Herzen, dass er wieder gesund wird. Aber in seiner Verfassung ist er nicht der richtige Mann für einen Neuanfang. Wir haben einen Sportdirektor, der untätig ist", sagte Pechstein, die erneut beteuerte, niemals gedopt zu haben.

Die Berlinerin war 2009 wegen abnormaler Blutwerte zwei Jahre gesperrt worden.

Derweil machte Pechstein im französischen Dijon auch sportlich von sich reden.

Im Inlineskaten wurde die Berlinerin erstmals Masterclass-Weltmeisterin.

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