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Ronny Ackermann wurde drei Mal hintereinander Weltmeister im Einzel © getty

Ronny Ackermann hat einen bewegten Sommer hinter sich: Hochzeit und Geburt von Sohn Hugo, aber auch zwei schwere Stürze.

Kuusamo - Ein tolle Hochzeit, ein wunderschöner Sohn namens Hugo und zwei schwere Stürze - manchmal wird Ronny Ackermann bei der Achterbahnfahrt zwischen Himmel und Hölle selbst ein bisschen schwindlig.

"In meinem Leben gab es immer Hochs und Tiefs, aber die letzte Zeit war schon ziemlich heftig", sagte der viermalige Kombinierer-Weltmeister Ackermann vor dem Auftakt in den Olympiawinter am Wochenende im finnischen Kuusamo (Sa., ab 11 Uhr LIVE).

Beim letzten Trainingslager in Lillehammer war er bereits zum zweiten Mal in der Saisonvorbereitung schwer gestürzt. "Er ist mit dem Schrecken davongekommen und hat sich zum Glück nicht weh getan", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Allerdings ging Ackermanns liebster Sprungski zu Bruch, weshalb ihm der Chefcoach beim Saisonstart nicht besonders viel zutraut: "Aber unverhofft kommt bei Ronny oft."

Noch nie so abgeschmiert

Das galt leider auch bei einem ganz normalen Trainingssprung im August in Oberstdorf, als der 32-Jährige im Flug bei 100 Stundenkilometern einen Ski verlor und mit voller Wucht aus sechs Metern Höhe auf den Hang krachte.

"Ich bin schon oft gestürzt, aber so heftig abgeschmiert bin ich noch nie", sagt Ackermann dazu heute.

Obwohl zwei Rippen angeknackst waren, dachte er nie an Rücktritt. Die schlimmen Schmerzen hat er längst überwunden, und die Psyche hat offenbar nichts abgekriegt.

Runterkommen vom Sport mit Sohn Hugo

Schließlich gab es in diesem Jahr auch viele wunderschöne Momente für die Seele. Der Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin Annika im Mai folgten im August die Geburt des ersten Sohnes Hugo und die Einsicht, dass es im Leben viel mehr als Sport gibt.

"Wenn ich nach Hause komme, kriege ich ein Lächeln geschenkt. Der kleine Wurm gibt mir einfach Kraft", sagte der einstige Sportler des Jahres: "Ich komme viel schneller vom Sport runter."

Zumal, wenn er den kleinen Hugo windeln muss, denn "da sind nicht nur Mamas, sondern auch Papas dran". Immerhin ist Ackermanns Junior kein Schreihals und schläft in den meisten Nächten, womit er seinen kleinen Anteil am Erfolg im Olympiawinter leistet.

Happy End in Vancouver

Schließlich will sich Papa Ackermann in diesem Winter nach vier WM-Titeln und drei Gesamtweltcupsiegen seinen letzten sportlichen Traum vom Olympiagold erfüllen.

"Siege kann man nicht planen. Wenn ich nur an Gold denke, geht es 100 Prozent in die Hose", sagt Ackermann. Er will einen guten Einstieg auf Schnee finden und dann beim Höhepunkt im Februar in Vancouver in Bestform sein.

Er hofft einfach, dass am Ziel der Achterbahnfahrt zwischen Himmel und Hölle "ein Happy End auf mich wartet".

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