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Eric Frenzel gelang in Kuusamo bei seinem ersten Saison-Rennen der erste Podestplatz © imago

Der Jung-Vater beschert den DSV-Herren in Kuusamo einen glänzenden Start in den Olympiawinter. Ackermann enttäuscht.

Kuusamo - Erstes Rennen, erster Podestplatz: Eric Frenzel hat den deutschen Kombinierern als Dritter von Kuusamo einen glänzenden Start in den Olympiawinter beschert.

Eine Woche nach seinem 21. Geburtstag lief der junge Vater nur 10,6 Sekunden hinter dem französischen Sieger Jason Lamy Chappuis völlig erschöpft ins Ziel und machte sich damit selbst ein verspätestes Geschenk.

Der viermalige Weltmeister Ronny Ackermann konnte mit Platz 22 dagegen nicht zufrieden sein.

"Ich bin einfach überglücklich. So ein Treppchenplatz am Anfang der Saison beruhigt ungemein", sagte Frenzel nach seinem zusätzlich mit 3000 Schweizer Franken belohnten Podestplatz.

Olympianorm erstmals erfüllt

Mit seinem Erfolg schaffte der Staffel-Vizeweltmeister als erster deutscher Kombinierer einen Teil der Olympianorm - Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte die Bedingungen mit zwei Platzierungen unter den besten Sechs intern verschärft.

"Natürlich will ich nach Vancouver, aber ich habe ja jetzt genug Selbstbewusstsein. Das Springen ist super, das Laufen hat auch funktioniert", sagte Frenzel.

Nach dem Springen hatte er nach einem blitzsauberen Flug auf 136 Meter auf Platz zwei hinter Lamy Chappuis gelegen.

Überholt beim letzten Anstieg

Die 30 Sekunden Rückstand auf den Franzosen beim Start entpuppten sich aber als zu viel, obwohl Frenzel den Spitzenreiter in einer Gruppe über 10 km jagte.

In der letzten 2,5-km-Runde trat er noch einmal an, wurde jedoch am letzten Anstieg von dem von Platz 14 nach vorn gestürmten Hannu Manninen überholt.

Der alte Finne feierte nach einem Winter Pause als Zweiter ein überragendes Comeback, während in Olympiasieger Felix Gottwald (Österreich) der zweite Rückkehrer wegen Schüttelfrost kurzfristig auf den Start verzichtet hatte.

Ackermann fühlt sich "träge"

Das starke deutsche Teamresultat rundeten die Staffel-Vizeweltmeister Björn Kircheisen und Tino Edelmann auf den Plätzen zehn und elf sowie Talent Johannes Rydzek als 13. ab.

Der kürzlich im Training gestürzte Ackermann hatte ohne seinen Lieblingssprungski keine Chance und verbesserte sich in der Loipe von Platz 30 noch um acht Plätze.

"Ich bin noch ziemlich träge und brauche ein paar Wochenenden, ehe ich topfit bin. Aber der Höhepunkt ist ja auch Olympia im Februar", sagte Ackermann.

Im zweiten Wettkampf am Sonntag will er einen neuen Sprungski probieren - Frenzel will seinen zweiten Podestplatz.

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