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Die Absage des Springens bringt Edelmann um eine bessere Platzierung © getty

Der Deutsche leidet unter der schlechten Ausgangslage. Die Entscheidung, das Springen abzusagen, sorgt für Unmut im deutschen Team.

Lahti - Die umstrittene Absage des Springens hat den deutschen Kombinierern alle Chancen auf eine Topplatzierung beim zweiten Weltcup-Wettbewerb in Lahti geraubt.(DATENCENTER: Der Weltcup)

Am Tag nach seinem überzeugenden dritten Platz war Tino Edelmann auf Position elf erneut bester Deutscher bei der Olympia-Revanche.

Der von den finnischen Fans umjubelte Hannu Manninen feierte überlegen seinen 48. Weltcup-Sieg.

"Unsere Ausgangsposition war zu schlecht"

"Ich habe in den letzten Wochen viel mit der Jury und den zuständigen Leuten gehadert", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch und kommentierte das enttäuschende Ergebnis:

"Unsere Ausgangsposition war nach der Absage des Springens zu schlecht. Außerdem merkt man, dass meine junge Mannschaft müde ist. Da fehlen einfach die Körner."

Edelmann hatte im Ziel 52,8 Sekunden Rückstand auf Sieger Manninen. Eric Frenzel landete auf Platz 18, Sebastian Haseney wurde 22. vor Johannes Rydzek.

"Es war eine Quälerei"

Björn Kircheisen musste im Langlauf entkräftet aufgeben und denkt über einen Verzicht auf das Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Oslo nach:

"Es war nur eine Quälerei, nach zwei Kilometern war die Kraft weg. Die Batterie ist runter, ich habe wohl eine Glykogen-Verarmung."

Sieger Manninen lag nach einem Sprung und dem 10-km-Langlauf 28,4 Sekunden vor dem viermaligen Olympiasieger Felix Gottwald (Österreich).

Dritter wurde der bereits als Gesamtweltcupsieger feststehende Franzose Jason Lamy Chappuis.

Jury sorgt für Vorentscheidung

Die Vorentscheidung für das Ergebnis hatte die Jury getroffen, die das Springen wegen drehender Winde absagte.

Somit wurde im 10-km-Langlauf nach dem Ergebnis des provisorischen Wettkampfsprunges vom Donnerstag gestartet, bei dem die deutschen Kombinierer schwache Leistungen gezeigt hatten.

Absage kommt überraschend

Edelmann musste von Platz 21 auf die Jagd gehen, somit war nicht mehr als Rang elf möglich.

"Wir waren alle ein bisschen überrascht, dass das Springen abgesagt wurde. Die Bedingungen wären eigentlich in Ordnung gewesen. Aber vielleicht sind nach den Ereignissen von Vancouver alle übervorsichtig", sagte Sprungtrainer Andreas Bauer.

Nach dem Skandalspringen bei den Winterspielen hatte es am Freitag eine Aussprache zwischen den Athleten und Renndirektor Walter Hofer gegeben. Dabei hatten die Sportler einen Streik angedroht, falls die Jury künftig nicht auf die Interessen der Hauptakteure Rücksicht nimmt.

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