vergrößernverkleinern
Eric Frenzel hat in seiner Karriere bisher zwei Weltcup-Rennen gewonnen © getty

Eric Frenzel kann sein Glück über den WM-Titel kaum fassen. Die Erwartungen für die weiteren Wettkämpfe schraubt er aber zurück.

Oslo - Als Kombinations-Weltmeister Eric Frenzel in Oslo endlich seine Goldmedaille um den Hals hatte, vergaß er vor Glück für einen Moment sogar, wo er war.

"Das so schnell zu toppen, gerade mit dem Gefühl hier in Oberwiesenthal", sagte er, ehe er sich besann, "ähm, Oslo - Leute, Leute - das wird schwer."

Frenzel, der in Annaberg-Buchholz bei Oberwiesenthal geboren ist, und Silbermedaillengewinner Tino Edelmann hatten Großes vollbracht:

Vor sechs Jahren haben deutsche Kombinierer zuletzt Platz eins und zwei bei einer WM belegt. Und schon am Montag soll Gold Nummer zwei folgen (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1).

"Jetzt sind wir wohl die Favoriten"

"Man darf die Erwartungen nicht zu hoch schrauben", sagte Frenzel zwar mit Blick auf den Teamwettkampf von der Normalschanze (ab 11.15 und 14.45 Uhr im LIVE-TICKER), auch er sprach jedoch von einer "Riesenchance auf Gold".

Edelmann meinte: "Wir sind nicht als Favoriten hierhergefahren, aber jetzt sind wir's wohl irgendwie, egal in welchem Wettbewerb. Wir können den Wettkampf gewinnen, auch wenn die anderen sehr stark sind."

Frenzels "Herz hüpft"

Andere, etwa der französische Olympiasieger Jason Lamy-Chappuis oder Felix Gottwald (Österreich), waren auch schon am Samstag favorisiert - doch Frenzel und Edelmann (Zella-Mehlis) sowie der viertplatzierte Junioren-Weltmeister Johannes Rydzek aus Oberstdorf zeigten ihre Klasse 357151(DIASHOW: Die Bilder aus Oslo).

Nur Gottwald schob sich als Dritter mitten rein in die deutsche Dominanz. Edelmann sprach von einem "Wahnsinnstag" für die in diesem Winter zuvor sieglosen DSV-Kombinierer (STATISTIK: Der Medaillenspiegel).

"Ich kann das immer noch nicht fassen", sagte Frenzel: "Mein Herz hüpft."

"Wir haben noch einiges im Köcher"

"Gehüpft" war der 22-Jährige zuvor weiter als alle anderen. Mit 109,5 Metern überbot er auf dem Midtstubakken den Schanzenrekord des Spezialisten Felix Schoft (Partenkirchen).

Über die 10 km lief er dann "von Anfang an Vollgas" und letztlich mit 11,5 Sekunden Vorsprung auf Edelmann souverän zum ersten Einzel-Gold eines deutschen Kombninierers seit Ronny Ackermann 2007.

Gold und Silber hatte der DSV zuletzt 2005 in Oberstdorf geholt, mit Ackermann und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), der diesmal 28. wurde.

"Das ist für uns ein super Start, jetzt können wir befreit aufkämpfen. Wir haben noch einiges im Köcher", sagte Bundestrainer (SERVICE: Der WM-Zeitplan).

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel