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Björn Kircheisen holte bei Weltmeisterschaften bisher zwei Einzel-Medaillen © getty

In Chaux-Neuve kommt Björn Kircheisen im Zielsprint aufs Podest. Ein deutscher Olympiasieger muss um seine WM-Nominierung bangen.

Chaux-Neuve - Mit einem fulminanten Zielsprint hat Björn Kircheisen beim Weltcup im französischen Chaux-Neuve wenigstens den dritten Platz und damit die Ehre der deutschen Kombinierer gerettet.

Weltmeister Ronny Ackermann dagegen musste sich drei Wochen vor der WM mit Rang 11 begnügen, Olympiasieger Georg Hettich stieg nach einem Sturz lustlos aus und wird es wohl nicht einmal ins Team für Liberec schaffen.

"Ich bin nicht ganz zufrieden, die Sprungleistung war nur von Björn in Ordnung", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "In der Loipe war zu merken, dass einige Jungs krank waren - aber es ist ein Hoffnungsschimmer da. Acker hat gut durchgehalten, das stimmt optimistisch."

Eine halbe Sekunde vor Stecher

Unterdessen untermauerten der Norweger Magnus Moan mit seinem fünften Saisonsieg und der zweitplatzierte Weltcup-Spitzenreiter Anssi Koivuranta aus Finnland ihre Favoritenstellung für die Titelkämpfe.

Kircheisen, der zum achten Mal in diesem Winter auf dem Podest stand und nun Dritter im Gesamtweltcup ist, war als Achter des Springens in die Loipe gegangen.

Das Tempo des von Rang 25 mit 1:48 Minuten Rückstand gestarteten Moan konnte der 25-Jährige aus Johanngeorgenstadt aber nicht mitgehen, im Endspurt der mehr als eine halbe Minute zurückliegenden Verfolgergruppe blieb er wenigstens eine halbe Sekunde vor dem Österreicher Mario Stecher.

Haseney in den Top Ten

"Ich bin nicht auf Tempo gekommen, mir hat die Kraft gefehlt - das habe ich schon am Morgen beim Aufstehen gemerkt", sagte Kircheisen: "Ich gebe mich aber nicht geschlagen, greife am Sonntag wieder an."

Der Olympiazweite Moan fing Sprunglauf-Gewinner Koivuranta etwa anderthalb Kilometer vor dem Ziel ab, erarbeitete sich noch 9,2 Sekunden Vorsprung und bejubelte den zwölften Sieg seiner Laufbahn.

Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) wurde Zehnter, die anderen WM-Fahrer Eric Frenzel (Oberwiesenthal) und Tino Edelmann (Zella-Mehlis) landeten auf den Rängen 15 sowie 22.

Abgeschlagen und lustlos

Hettich rutschte nach knapp acht Kilometern aus einer Kurve. "Ich war abgeschlagen und hatte nach dem Sturz in einer eisigen Kehre keinen Bock mehr", lautete sein Kommentar.

Der zuletzt von einer Viruserkrankung geschwächte Ackermann war dagegen zufrieden mit sich: "Im Springen konnte ich zwar nicht zeigen, was ich eigentlich drauf habe, aber dann ging es beim Laufen in die richtige Richtung." (Artikel: Sorge um Ackermanns Pulsschlag)

Im Weltcup führt Koivuranta nach 14 Wettbewerben mit 853 Punkten vor Moan mit 801 Zählern. Kircheisen hat als Dritter 709 Zähler zu Buche stehen.

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