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Eric Frenzel landete Anfang 2008 im Massenstart seinen ersten Weltcup-Sieg © imago

Eric Frenzel hängt beim Weltcup in Lahti den Vizeweltmeister ab, doch auf den Champion fehlt dem Jungspund mehr als eine Minute.

Lahti - Eric Frenzel Fünfter, Björn Kircheisen auf Platz sechs - ein deutsches Kombinierer-Duo hat zum Auftakt der WM-Revanche in Lahti trotz guten Teamworks das Podest verpasst.

Deutschland verteidigte beim Sieg des Weltmeisters Bill Demong (USA) die Führung in der Nationenwertung und hat vor den letzten drei Saisonwettbewerben beste Chancen auf die große Kristallkugel.

"Nach der WM ist die Luft ein bisschen raus. Aber ich bin mit Platz sechs zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich die ganze Woche im Bett verbracht habe", sagte der von den Nachfolgen einer Erkältung gezeichnete Kircheisen.

Vom Platz sechs auf eins

Sieben Tage nach seinem Silbergewinn bei der WM in Liberec kam der Sachse bei den 84. Salpausellkä-Skispielen mit 1:00,7 Minuten Rückstand auf den Sieger direkt hinter Frenzel (1:00,2) ins Ziel.

"Wir haben gut zusammengearbeitet. Ich bin zufrieden mit Platz fünf", sagte Frenzel.

Der schon bei der letzten WM-Entscheidung unschlagbare Demong (Demong verlängert deutschen Gold-Fluch) stürmte von Platz sechs nach dem Springen noch locker 7,2 Sekunden vor Anssi Koivuranta ins Ziel.

Kircheisens Ziel "schwer zu erfüllen"

Im Gesamtweltcup baute der Finne (1249 Punkte) seinen Vorsprung auf den diesmal viertplatzierten Moan (1170) auf 79 Zähler aus. Kircheisen ist jetzt Vierter (880) hinter Demong (920).

"Es wird ganz schwer, mein Ziel von Platz drei noch zu erfüllen", sagte Kircheisen. (DATENCENTER: Die Weltcup-Ergebnisse)

Der doppelte Vizeweltmeister Tino Edelmann (Fotoentscheid: Wieder nur Silber) zeigte als Elfter erneut eine starke Leistung. Team-Vizeweltmeister Ronny Ackermann hatte nach der WM die Saison mit Blick auf den kommenden Olympiawinter vorzeitig beendet.

Die Kräfte versagen

"Ein gutes Teamresultat, nach vorn ging nicht mehr. Wir wollen die Saison als Nummer 1 beenden", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Nach dreimal Silber bei der WM soll die große Kristallkugel das Happeyend für eine starke Saison werden.

Der als Siebter in den 10-km-Langlauf gestartete Kircheisen war nach einem starken Sprung auf 126 Meter in der Loipe bis auf 20 Sekunden an die Spitze herangelaufen, dann versagten ihm jedoch die Kräfte. Gemeinsam mit dem Sprungvierten Frenzel rettete er zumindest den Top-Ten-Platz.

Auch Schmitt und Gössner in Lahti

Schon bei seinem Silberlauf bei der WM am vergangenen Samstag hatte der Sachse über Halswchmerzen geklagt, danach folgten Probleme mit den Bronchien.

Erst nach dem Okay des Arzts war Kircheisen später als Team nach Finnland aufgebrochen.

Am Samstag und Sonntag stehen bei der WM-Revanche in Lahti auch die Entscheidungen der Skispringer mit Vizeweltmeister Martin Schmitt und im Langlauf mit der pfeilschnellen Biathletin Miriam Gössner auf dem Programm.

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