Die nordischen Kombinierer werden aller Voraussicht nach mit einem neuen Chefcoach in den kommenden Winter gehen.

Bundestrainer Hermann Weinbuch wird seinen Posten nach der WM-Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgeben, dem Deutschen Skiverband (DSV) aber wohl in anderer Funktion erhalten bleiben.

Weinbuch hatte am Rande der WM in Oslo Rücktrittsgedanken geäußert. Der dreimalige Weltmeister will sich in Zukunft intensiver um seine Familie und seine beiden kleinen Kinder kümmern.

DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller wollte Weinbuchs Abschied vom Amt des Bundestrainers, das der 50-Jährige 1996 übernommen hatte, noch nicht bestätigen. Jedoch sagte Pfüller: "Wir werden eine für die Kombination gute Lösung finden, in der Hermann Weinbuch eine Rolle spielt. Mehr kann und will ich dazu noch nicht verraten." Das will er aber nach der WM tun.

Pfüller war in der Vorwoche in Oslo, um mit Weinbuch das weitere Vorgehen zu besprechen. Eine Beförderung Weinbuchs auf den Posten des sportlichen Leiters sei dabei nicht diskutiert worden, sagte er. Dieses Amt übt derzeit Horst Hüttel aus, der jedoch zugleich für die Skispringer zuständig ist.

Weinbuch hat Athleten wie den viermaligen Weltmeister Ronny Ackermann an die Spitze geführt, Georg Hettich wurde unter ihm Olympiasieger. Seit 2001 gewannen seine Kombinierer in 27 Wettkämpfen bei Großereignissen 25 Medaillen. In Oslo gab es Gold und Silber im Einzel (Normalschanze) durch Eric Frenzel und Tino Edelmann, im ersten Teamwettbewerb gewannen Frenzel und Co. Silber.

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