Der zweimalige Vize-Weltmeister Tino Edelmann muss nach einem Protest des Österreichischen Skiverbandes bei der WM in Oslo ab sofort in der Kombination mit anderer Ski-Bindung springen. Das bestätigte der Deutsche Skiverband (DSV) am Dienstag.

"Das ist absolut unverständlich. Die Bindung war bereits freigegeben. Wir haben uns vorschriftsmäßig verhalten", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch verärgert.

Die Ergebnisse aus den bisherigen Wettkämpfen bleiben von dem Wechsel allerings unberührt.

Stein des Anstoßes ist ein Platte unter dem Schuh von Edelmann, die sich frei bewegen lässt und etwas mehr Sicherheit bei der Landung bringen soll. Die Österreicher hatten nach dem Teamspringen am Montag gegen die Bindung einen Protest eingelegt, der aber vom Welt-Skiverband FIS abgelehnt wurde.

"Heute morgen haben wir dann plötzlich einen Vierzeiler erhalten. Darin teilte die Jury mit, dass es sich bei der Bindung nicht um eine Weiterentwicklung, sondern um eine Neuentwicklung handele, die nicht mehr eingesetzt werden darf", sagte DSV-Vizepräsident Franz Steinle.

Im Training am Dienstag sprang Edelmann bereits mit der neuen Bindung. "Das hat uns aber schon beeinflusst und gestört", sagte Weinbuch: "Wir haben diese Bindung mit viel Arbeit und Leidenschaft entwickelt. Ich bin sehr enttäuscht, wie man uns behandelt hat."

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