Die Nordischen Kombinierer des Deutschen Skiverbands (DSV) haben einen klassischen Fehlstart in den WM-Winter erlebt.

Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) sorgte im norwegischen Lillehammer auf Platz 13 noch für das beste Ergebnis des erfolgsverwöhnten deutschen Teams. Den Sieg holte sich Lokalmatador Magnus Moan nach 24:46,20 Minuten im Zielsprint vor Olympiasieger Jason Lamy-Chappuis (Frankreich/+1,0 Sekunden) und dem Österreicher Bernhard Gruber (+3,3).

Der zweimalige Olympia-Zweite Kircheisen (+20,6) arbeitete sich mit einer Energieleistung in der Loipe immerhin noch vom 24. Platz nach vorne. "Ich hatte nur die Alternative des Angriffs. Das hat dann zum Glück geklappt. Ich will das Ergebnis heute aber nicht überbewerten, wir haben sicher mehr drauf", sagte Kircheisen. Auch Manuel Faißt (Baiersbronn/+24,4) auf Platz 15 lief zumindest noch in Reichweite der Top 10.

Weltmeister Eric Frenzel (Oberwiesenthal/+1:05.0) enttäuschte dagegen auf Rang 27. Ebenfalls nur mit Mühe in die Punkte schafften es Janis Moorweiser (Oberstdorf/+1:03.6) und Fabian Rießle (Breitnau/+1:09.0) auf den Rängen 26 und 29. Vizeweltmeister Tino Edelmann (Zella-Mehlis) hatte drei Wochen nach seinem Bänderriss im rechten Knöchel auf Platz 41 nichts mit dem Ausgang zu tun. Vizeweltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) war überraschend bereits in der Qualifikation gescheitert.

Schon im Springen hatten die DSV-Starter alle Chancen auf einen Podestplatz verspielt. "Uns hat ein wenig die Spritzigkeit gefehlt. Jeder wollte wissen, wo er steht und war ein bisschen nervös", sagte Co-Trainer Ronny Ackermann, nachdem sich kein Deutscher in den Top 20 platziert hatte.

Besser machen kann es das deutsche Team schon am Sonntag. "Alle sind froh, dass die Saison jetzt gestartet ist", sagte Ackermann.