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Die 26-jährige Tatjana Hüfner feierte in Igls 2007 ihren ersten Weltmeistertitel © getty

Das deutsche Team demonstriert beim Weltcup-Auftakt seine Stärke demonstriert. Die Damen um Tatjana Hüfner haben allen Grund zu feiern.

Calgary - Neue Saison, alte Dominanz: Das deutsche Rennrodel-Team hat beim Weltcup-Auftakt in Calgary zu Beginn des Olympiawinters eindrucksvoll seine Stärke demonstriert.

Die Frauen feierten angeführt von der siegreichen Ex-Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) einen Vierfach-Triumph.

Bei den Männern musste sich David Möller (Sonneberg/Schalkau) nur dem italienischen Olympiasieger Armin Zöggeler geschlagen geben.

Hinzu kam ein Doppelsieg im Doppelsitzer durch Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) und Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal).

"Ansage an den Rest der Welt"

"Wenn das von den deutschen Rodlerinnen keine Ansage an den Rest der Welt war, was dann?", sagte Natalie Geisenberger (Miesbach).

Die Vizeweltmeisterin lag auf der Olympiabahn von 1988 nach zwei Läufen trotz eines Außenbandanrisses im Sprunggelenk nur 0,167 Sekunden hinter Hüfner.

Dritte wurde Anke Wischnewski (Oberwiesenthal/0,333) vor Corinna Martini (Winterberg/0,802).

Beeindruckende Erfolgsserie

Damit bauten die deutschen Frauen eine beeindruckende Serie weiter aus. Im Viessmann Weltcup sind sie seit dem 29. November 1997 und 91 Rennen in Folge ungeschlagen.

"Nach den vielen Trainingslehrgängen weiß man nie so genau, wo man eigentlich steht. Da tut so ein Erfolg der ganzen Mannschaft gut", sagte Hüfner nach dem 17. Weltcuperfolg ihrer Karriere.

Bei den Männern lag der ehemalige Weltmeister David Möller nach dem ersten Lauf noch in Führung, doch am Ende hatte er 0,056 Sekunden Rückstand auf Zöggeler bei dessen 46. Weltcupsieg.

Sieg nur aufgeschoben

"Ich bin trotzdem zufrieden. Vielleicht habe ich mir den Sieg für ein wichtigeres Rennen in diesem Winter aufgehoben, und dann darf man nicht vergessen: im Vorjahr war ich hier nur Elfter. An der Börse wurde so eine Steigerung einen Jubelschrei auslösen", sagte Möller.

Weltmeister Felix Loch (Berchtesgaden) landete mit einem Rückstand von 0,153 Sekunden auf Zöggeler auf dem vierten Platz hinter dem Russen Albert Demtschenko (0,098).

Jan Eichhorn (Oberhof/0,620) wurde Elfter, Andi Langenhan (Zella-Mehlis/0,691) kam auf Rang 16, Johannes Ludwig (Oberhof/0,793) belegte den 19. Platz.

Leitner/Resch feiern 33. Triumph

Bei den Doppelsitzern hatten Leitner/Resch ihren 33. Triumph im Weltcup gefeiert. Die Olympia-Zweiten Florschütz/Wustlich lagen nur 0,031 Sekunden zurück.

Der dritte Rang ging an die Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber (0,184 zurück).

Das dritte deutsche Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) kam nicht über Platz elf hinaus (0,792).

"Das war wie eine Explosion"

Leitner/Resch lagen nach dem ersten Durchgang noch auf dem sechsten Platz, bevor sie eine erfolgreiche Aufholjagd starteten.

"Das war wie eine Explosion. Wir hatten nach dem Patzer im ersten Lauf richtig Wut im Bauch", sagte Resch. Auch die Zweitplatzierten mussten die Leistung der Olympiasieger von 2002 anerkennen.

"Wir wussten schon nach dem Training, dass Leitner/Resch nur sehr schwer zu schlagen sein werden. Aber unser Set Up stimmt. Wir können mit dem Auftakt zufrieden sein", sagte Wustlich.

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