Nächstes Gold: Hüfner schockt "Schokolakowa"
Altenberg - Tatjana Hüfner hat den Überraschungsangriff von "Schokolakowa" erfolgreich abgewehrt:
Bei der Heim-WM in Altenberg untermauerte Hüfner ihre Ausnahmestellung im Rennrodelsport eindrucksvoll und trug mit ihrer Goldmedaille zur positiven Bilanz des deutschen Teams bei.
Die sonst so introvertierte Hüfner feierte ihren vierten WM-Sieg ausgelassen wie selten, denn die überraschend starke Russin Tatjana Iwanowa hatte ihr alles abverlangt.
"Sie war saustark, aber ich war einen Tick besser", sagte die 28-Jährige aus Friedrichroda.
"Schokolakowa" überrascht Hüfner
Im ersten Durchgang hatte Iwanowa, die sich wegen ihrer Vorliebe für Süßigkeiten selbst "Schokolakowa" nennt, Hüfner den Bahnrekord und die Bestzeit weggeschnappt.
Das konnte die Weltcupführende nicht auf sich sitzen lassen: "Ich wollte sie mit meinem zweiten Lauf schocken, damit sie vielleicht das Zittern bekommt."
Geisenberger holt Bronze
Hüfners Rivalin Natalie Geisenberger (Miesbach) musste ihre Hoffnungen auf ihren ersten WM-Titel nach einem schweren Patzer bereits im ersten Durchgang begraben, fuhr aber immerhin noch zu Bronze ( SERVICE: Alles zum Wintersport).
Die Winterbergerin Corinna Martini belegte den fünften Rang vor Anke Wischnewski (Oberwiesenthal).
Zickenkrieg beendet
Nach dem Rennen umarmten sich Hüfner und Geisenberger, die zuletzt mit einer Art "Zickenkrieg" für Aufsehen gesorgt hatten ( BERICHT: Zickenkrieg in der Eisrinne).
"Wir haben uns vor dem zweiten Lauf auch gegenseitig angefeuert. Das Frauenteam ist intakt", sagte Hüfner.
Gold für die Teamstaffel
Zum Abschluss der Titelkämpfe mit insgesamt 15.000 Zuchauern gewann die deutsche Teamstaffel mit den Einzel-Weltmeistern Loch und Hüfner sowie den Doppelsitzern Toni Eggert/Sascha Benecken (Friedrichroda/Suhl) ebenfalls Gold vor Russland und Kanada.
Das WM-Ziel von vier Goldmedaillen in vier Rennen hatte das deutsche Team allerdings bereits am Freitag verpasst, als die Doppelsitzer Eggert/Benecken als bestes deutsche Duo Rang zwei belegten.
"Das ist keine Katastrophe. Ich bin insgesamt zufrieden", sagte Bundestrainer Norbert Loch.


