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2008 gewann Felix Loch mit erst 18 Jahren seinen ersten WM-Titel © getty

Felix Loch will es wissen. Nach längerer Verletzungspause greift der jüngste Rodelweltmeister aller Zeiten wieder an.

Lake Placid - Der jüngste Rodel-Weltmeister aller Zeiten ist längst der Star im deutschen Team.

Bei bei der WM in Lake Placid will Felix Loch am Samstag seinen zweiten großen Coup landen.

Der 19-jährige meldet sich nach seiner komplizierten Schulterverletzung mit vier Podestplätzen in Serie in der Weltspitze zurück und arbeitete sich Stück für Stück an Topfavorit Armin Zöggeler aus Italien heran.

Loch hat Siegermentalität

"Jetzt kann er ihn sich greifen", glaubt Vater und Cheftrainer Norbert Loch.

Der Filius stand zwar im Weltcup noch nie auf dem obersten Podestplatz, doch beim überraschenden Gold-Gewinn im Vorjahr in Oberhof bewies der Junioren-Weltmeister von 2006 und 2007 echte Siegermentalität.

Loch will Titel verteidigen

(Wintersport im LIVE-Ticker)

"Ich habe vor, meinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Es wäre doch ein Schmarrn, wenn ich nicht so heranginge", sagt Felix Loch.

Neben Zöggeler zählt der Berchtesgadener unter anderem seinen eigenen Teamgefährten David Möller trotz eines Kreuzbandrisses zu den Hauptrivalen.

Vom Jäger zum Gejagten

Der zum deutschen Trainerstab gehörende Rodel-Guru Georg Hackl meint: "Vor einem Jahr ist er unbedarft zum Titel gefahren. Nun der Gejagte zu sein, ist eine andere Qualität."

Loch bleibt aber gelassen. "Druck habe ich nicht", sagt er.

Trotz Trainingsrückstand optimistisch

Die medizinische Abteilung hat laut Loch junior gute Arbeit geleistet, es würden durch die Schulterprobleme nach dem Sturz im November auf der Olympiabahn von 2010 in Whistler aber etwa vier Wochen Training fehlen.

"Das sind ein paar Hundertstel", sagt Loch, fügt aber hinzu "Der Start in Lake Placid kommt mir entgegen, denn schon in Kurve 1 kann man ganz viel Zeit liegen lassen - da kommt es also auf die gute Einfahrt in diese Kurve an."

Keine Zeit zum Ausruhen

Erfahrungen mit dem schwierigen Eiskanal am Mount van Houvenberg besitzt er auch dank der Junioren-WM 2008, als er nach einem Schnitzer im ersten Lauf allerdings "nur" Silber holte.

"Da bin ich schlecht gefahren. Aber die Trainingswoche im November hier ist super gelaufen. Das Material passt auf jeden Fall", meint Felix Loch. "Die Bahn liegt mir. Es geht immer zur Sache, es gibt keine langen Geraden zum Ausruhen."

Den eigenen Vater als Trainer zu haben, sieht der Weltmeister übrigens nicht als nervigen Nachteil. "Ich weiß, wie er in bestimmten Situationen reagiert", sagt er und vermeidet beispielsweise Unpünktlichkeit. "Das mag er nämlich überhaupt nicht."

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