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Natalie Geisenberger gewann am 14. Dezember 2008 ihr erstes Weltcup-Rennen © getty

Im 100. Rennen reißt die Siegesserie der deutschen Rodlerinnen - und das ausgerechnet bei der WM. Die Doppelsitzer bejubeln Silber.

Lake Placid - Die Siegesserie der deutschen Rodlerinnen ist ausgerechnet bei der WM in Lake Placid und im 100. Rennen gerissen.

Die US-Amerikanerin Erin Hamlin gewann völlig überraschend vor Natalie Geisenberger die Goldmedaille und sorgte für die erste WM-Niederlage nach 11 Titeln seit 1993.

Zuvor hatten die deutschen Rodel-Frauen 99 Rennen der Weltelite (3x Olympia, 8x WM, 88x Weltcup) gewinnen können. Die letzte Weltcup-Niederlage hatten sie im November 1997 kassiert.

Besonders bitte war es für Tatjana Hüfner. Die Titelverteidigerin und Topfavoritin musste sich gar mit Rang sechs begnügen.

Hamlin fährt Bahnrekord

Bereits bei Halbzeit hatte die 22-jährige Hamlin mit rund einer Zehntelsekunde geführt. Geisenberger fuhr einen Tag nach ihrem 21. Geburtstag im Finale auf Angriff. Aber die Amerikanerin behielt die Nerven, schaffte einen Bahnrekord und hatte letztendlich 0,187 Sekunden Vorsprung.

Bronze sicherte auf der technisch anspruchsvollen Bahn die Ukrainerin Natalja Jakuschenko (0,236 Sekunden zurück). Anke Wischnewski und Corinna Martini landeten auf den Rängen zehn sowie 17.

Letztmals für eine andere Nation hatte 1993 die Italienerin Gerda Weissensteiner gewinnen können. Bei den letzten acht Championaten hatten die deutschen Frauen sogar alle Podestplätze belegt.

Silber zum Auftakt

Zum Auftakt im Wettbewerb der Doppelsitzer hatten Andre Florschütz/Torsten Wustlich den zweiten Platz belegt. Das Duo musste sich 77 Tage nach Florschützs Bandscheiben-OP nur dem italienischen DUo Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder geschlagen geben.

Bronze sicherten sich auf der Bahn am Mount van Houvenberg die US-Amerikaner Mark Grimmette/Brian Martin (0,210 Sekunden zurück). Patric Leitner/Alexander Resch (0,591 Sekunden Rückstand) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (0,637) belegten die Ränge fünf beziehungsweise sieben.

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