Der Teamwettbewerb bei der Rodel-WM in Cesana ist am Sonntag nach einer Farce zunächst abgebrochen und danach komplett abgesagt worden.

Große technische Probleme hatten eine regelkonforme Austragung unmöglich gemacht, da mehrmals trotz erfolgten Anschlags im Ziel die Startklappe für den nachfolgenden Teamkollegen nicht auslöste.

Die Hoffnungen auf eine Aufnahme des Wettbewerbs ins olympische Programm haben damit einen gehörigen Dämpfer erhalten. Der Wettkampf, der seit dieser Saison den Weltcupstatus besitzt, musste in Cesana eine Art "olympische Reifeprüfung" ablegen. Diese misslang aufgrund der technischen Probleme völlig.

Davon waren beim ersten Versuch auch das zu diesem Zeitpunkt in Führung liegende deutsche Team mit den Olympiasiegern Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) und Felix Loch (Berchtesgaden) sowie die Doppelsitzer Ronny Pietrasik/Christian Weise (Altenberg/Oberwiesenthal) betroffen.

Im Anschluss entschied sich die Jury für einen kompletten Neustart, doch bereits beim ersten Starter Slowakei funktionierte die Technik erneut nicht. Daraufhin wurde der gesamte Wettbewerb abgesagt.

Eine hochrangig besetzte Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beobachtete vor Ort die Organisation, den Ablauf und die Reaktionen auf das Rennen.

Eine endgültige Entscheidung darüber, ob die Team-Staffel ins olympische Programm aufgenommen wird, trifft das IOC im April.

"Das ist der Worst Case. Ich bin maßlos enttäuscht", sagte der Präsident des Rodel-Weltverbandes FIL, Josef Fendt: "Natürlich ist das alles andere als eine Werbung."

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