Das Staffel-Fiasko bei den Weltmeisterschaften in Cesana ist auf einen technischen Fehler beim Technologiepartner des Weltverbandes FIL zurückzuführen.

Der Soft- und Hardware-Entwickler übernahm die volle Verantwortung für die Absage des Olympia-Testlaufes.

Derzeit sind Mitarbeiter des Unternehmens an der Bahn noch mit der Ursachenforschung beschäftigt.

"Das ist eben das Risiko, wenn man etwas Neues ausprobiert und eine Sportart weiterentwickeln möchte. Wir haben in diesem Winter fünf Team-Staffeln über die Bühne gebracht, ohne dass ein technisches Problem bei der Zeitnahme auftrat", sagte FIL-Präsident Josef Fendt: "Auch wenn es im Augenblick wenig tröstet, aber bei einem technischen Versagen kann man nichts machen."

In Cesana war eine Kommission des Internationalen Olmypischen Komitees vor Ort, da die Staffel ins Programm der Winterspiele aufgenommen werden soll.

Aufgrund von technischen Problemen wurde zunächst bei vier Teams, darunter auch bei der favorisierten deutschen Staffel, trotz erfolgreichen Anschlags im Ziel die Startklappe für den nachfolgenden Teamkollegen nicht ausgelöst.

Doch anstatt den Schaden möglichst gering zu halten, entschied sich die Jury zu einem Neustart - ein folgenschwerer Fehler.

Schon beim ersten Wechsel des slowakischen Teams streikte die Technik erneut. Der Wettkampf wurde abgesagt.

IOC-Präsident Jacques Rogge will nun einen Besuch in Riga dazu nutzen, die Team-Staffel beim Weltcup-Finale im lettischen Sigulda am 20. Februar höchstpersönlich in Augenschein zu nehmen.

Der Belgier erhielt bei der Sitzung der IOC-Exekutive im Herbst in Acapulco (Mexiko) das Recht zugesprochen, alleinverantwortlich über die Aufnahme von insgesamt sieben Disziplinen, darunter die Team-Staffel, in das Programm von Olympischen Winterspielen zu entscheiden.

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