Olympiasieger Felix Loch als erster deutscher Rodler seit Georg Hackl vor 22 Jahren den Weltcupgesamtsieg gefeiert.

Der frisch gekürte Weltmeister aus Berchtesgaden machte mit seinem packenden Sieg im lettischen Sigulda den Triumph bereits im vorletzten Saisonrennen perfekt. Dabei fuhr Loch mit einem sensationellen zweiten Lauf noch vom fünften auf den ersten Platz vor und sicherte sich damit den sechsten Sieg im achten Rennen.

"Ich bin unglaublich stolz. Das ist schon jetzt eine perfekte Saison für mich", sagte Loch und dachte im Moment des Triumphes an die erkrankte Oma seiner Freundin Lisa.

"Ich grüße die Oma meiner Freundin und wünsche ihr gute Besserung. Ich bin bald wieder zu Hause", sagte Loch in eine TV-Kamera.

Zuletzt hatte bei den deutschen Rodlern Hackl in der Saison 1989/90 die Gesamtwertung gewonnen. Der dreimalige Olympiasieger und heutige Co-Trainer ist maßgeblich am Bau und der Einstellung von Lochs Schlitten beteiligt.

"Er ist mein großes Vorbild und wie ein großer Bruder für mich", sagte Loch, der bei Hackls Triumph 1990 noch nicht einmal ein Jahr alt war.

Vor Loch und dem zweimaligen Sieger Hackl konnten aus deutscher Sicht nur noch Anton Winkler (1978) und Michael Walter (1984) den Gesamtweltcup gewinnen.

Auf der Bahn in Sigulda, auf der sich die deutschen Rodler traditionell schwer tun, belegte der Oberhofer Johannes Ludwig den vierten Platz (+0,159) vor seinem Teamkollegen Andi Langenhan (Zella-Mehlis/+0,369). Der Olympiazweite David Möller aus Sonneberg wurde nur Zwölfter (+0,846), Ralf Palik (Oberwiesenthal) sogar nur 22. (+1,982).

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