Rennrodler Andi Langenhan ist zum ersten Mal in seiner Karriere zum EM-Titel gerast.

Der 27-Jährige aus Zella-Mehlis gewann zum Saisonabschluss im russischen Paramonowo vor dem Italiener Armin Zöggeler (+0,085) und seinem Teamkollegen Felix Loch (+0,166).

Der in diesem Winter überragende Loch verpasste es, seine Titelsammlung schon jetzt zu komplettieren.

Nach dem Olympiasieg 2010, seinen drei WM-Titeln und dem vorzeitigen Triumph im Gesamtweltcup fehlt dem Ausnahme-Rennrodler nur noch die EM-Goldmedaille im Trophäenschrank.

Dieses Mal machte ihm Teamkollege Langenhan einen Strich durch die Rechnung.

"Das ist sensationell. Nach den eher schwachen Trainingstagen hätte ich nie mit einem Sieg gerechnet", sagte der Olympiafünfte.

Doch auch Loch hatte Grund zum Jubeln, schließlich bekam er die Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg überreicht.

Den hatte er bereits im vorletzten Saisonrennen in Sigulda perfekt gemacht.

"Jetzt habe ich die Kugel endlich in der Hand, das ist einfach nur geil. Die ganze Saison war perfekt", sagte der Weltmeister, der dem verpassten EM-Titel nicht nachtrauerte:

"Das kann ich gut verschmerzen. Ich gönne es Andi voll."

Der Olympiazweite David Möller (Sonneberg) landete beim sowohl als EM als auch als Weltcup ausgetragenen Rennen in Paramonowo auf Platz fünf (+0,367). Ralf Palik aus Oberwiesenthal wurde Neunter (+0,585), der Oberhofer Johannes Ludwig belegte Rang elf (+0,644).

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