Markus Wasmeier kritisiert Maria Höfl-Riesch zum ungünstigen Zeitpunkt und geht zu weit. Das könnte für ihn zum Bumerang werden.

Musste das wirklich sein, Wasi?

Einen Tag vor WM-Start gegen die deutsche Hoffnungsträgerin Maria Höfl-Riesch loszuledern.

Sicherlich hat die Doppel-Olympiasiegerin schon sportlich erfolgreichere Zeiten erlebt.

Sicherlich ist Wasmeier auch nicht der einzige, dem ihr Lebenswandel nicht gefällt.

Aber seine Kritik schießt übers Ziel hinaus und könnte für den Helden von Lillehammer 1994 zum Bumerang werden.

Dann nämlich, wenn Höfl-Riesch bei der WM entgegen Wasmeiers Aussagen in Schladming doch eine Rolle spielt.

Auszuschließen ist das nicht. Zuletzt war sie im Riesenslalom an den Podestplätzen dran.

Im Slalom gehört sie nach wie vor zu den Schnellsten, und in der Super-Kombination muss man sie als starke Allrounderin automatisch zu den Medaillen-Kandidatinnen rechnen.

Auch in den Speed-Disziplinen darf man die Partenkirchenerin nie abschreiben. Ihre beiden WM-Medaillen bei der WM 2011 in Garmisch holte sie in Abfahrt und Super-G.

Sollte Höfl-Riesch tatsächlich bei dieser WM Medaillen gewinnen, stünde Wasmeier als Experte in einem schlechten Licht da.

Erfolge Höfl-Rieschs würden gleichzeitig auch beweisen, dass Wasmeiers Kritik nicht nur sportliche, sondern wohl auch persönliche Gründe hat, wie von Höfl-Rieschs Ehemann vermutet.

Unsachliche Kritik steht einem ernst zu nehmendem Experten aber eigentlich nicht zu.

So kann Wasmeier jetzt nur hoffen, dass seine negative Prophezeiung wahr wird.

Ansonsten ist er einer der großen Verlierer der WM.