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Auch bei der Social-Media-Aktion #wirfuervier ist sie dabei. Am Ende hat es dann ja auch geholfen (Copyright: twitter@vanehupp)
Didier Cuche gewann 2008/2009 den Riesenslalom-Gesamtweltcup © imago

Der Schweizer Routinier triumphiert im Riesenslalom von Sölden. Der einzige deutsche Starter bekommt eine Lektion erteilt.

Sölden - Als der Schweizer Didier Cuche beim Weltcup-Auftakt in Sölden seinen zehnten Sieg feierte, war Fritz Dopfer bereits auf dem Heimweg nach Garmisch.

Mit Platz 53 beim Riesenslalom hatte der 22-Jährige "eine kleine Kopfnuss" kassiert, wie es DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier nannte - und das ausgerechnet zum Start des wichtigen Olympia-Winters.

Auch für den neuen Cheftrainer Karlheinz Waibel war es wegen Dopfers Patzer ein recht unglückliches Weltcup-Debüt (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

Dopfer hatte den einzigen Startplatz des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur bekommen, weil Felix Neureuther nach einer Erkrankung noch nicht wieder voll fit ist, und stand daher entsprechend unter Druck.

"Und was ich dann abgeliefert habe, war eine schlechte Leistung. Ich habe mein Ziel klar verpasst und bin sehr, sehr enttäuscht", gab der gebürtige Österreicher zu.

Sechs Sekunden auf die Bestzeit

In einem einzigen Lauf hatte Dopfer fast sechs Sekunden auf die Bestzeit verloren.

"Es wäre eine kleine Sensation gewesen, wenn er unter die Top 30 gekommen wäre. Dass es aber so läuft, habe ich nicht erwartet", sagte Maier.

In der Vorbereitung hatten er und Waibel versucht, dem kleinen Team eine gewisse Risikobereitschaft zu vermitteln und "das Rennfahrer-Gen zu wecken", wie Waibel sagte, - doch dann fuhr Dopfer viel zu zaghaft. "Zu wenig Risiko, nicht am Limit", monierte Maier.

"Das tut weh"

Waibel resümierte entsprechend geknickt: "Erstes Rennen, erste Niederlage. Das tut weh." Trotzdem glaubt der neue Coach weiterhin, "dass wir mit mehr als nur einem Läufer nach Vancouver fahren". Dort finden im Februar die Olympischen Winterspiele statt.

Bis dahin will Waibel speziell bei Dopfer, der bei keinem seiner 17 Weltcup-Starts den 2. Lauf erreichte, "das Thema Risikobereitschaft forcieren. Ein guter Skifahrer ist er. Wir müssen ihn zum guten Rennläufer machen."

Routinier Cuche siegt souverän

Ein guter, unerschrockener Rennfahrer ist Didier Cuche bereits seit Jahren, auf dem Rettenbachgletscher triumphierte der mit 35 Jahren älteste Starter in einer Gesamtzeit von 2:21,45 Minuten klar vor Ted Ligety aus den USA (2:22,05) und Weltmeister Carlo Janka (Schweiz/2:22,40).

"Es war ein Riesenkampf", sagte Alt-Star Cuche, der bereits nach dem ersten Lauf vorne war.

Für die Österreicher, deren zurückgetretenes Idol Hermann Maier 2005 den letzten Sieg in Sölden geholt hatte, blieb nur Platz fünf durch Benjamin Raich.

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