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Maria Riesch gewann be der WM 2009 in Val d'Isere die Goldmedaille © imago

Maria Riesch setzt sich in Levi vor ihrer Dauerrivalin Lindsey Vonn durch. Die beiden fahren in ihrer eigenen Welt.

Levi - Das Dutzend ist voll: 13 Wochen vor den Olympischen Spielen hat Ski-Weltmeisterin Maria Riesch in ihrer Parade-Disziplin Slalom ihren zwölften Weltcup-Sieg gefeiert und damit Hoffnungen auf einen goldenen Coup in Vancouver genährt.

Die 24-Jährige gewann zum zweiten Mal den Torlauf im finnischen Levi, strich dafür rund 23.200 Euro Preisgeld ein - und sandte damit gleich im zweiten Rennen des Olympia-Winters ein klares Signal an die Konkurrenz.

"Levi liegt mir einfach, ich mag diesen Hang und finde es hier einfach gut. Ich hätte aber trotzdem nie damit gerechnet, dass ich hier gewinne, weil es im Training zuletzt nicht so gut lief", freute sich Riesch.

"Jetzt ist es mit Blick auf Vancouver aber gut zu wissen, dass ich bereits eine richtig gute Form habe", sagte Riesch, deren Glück der vierte Platz ihrer jüngeren Schwester Susanne komplettierte.

Dürr sichert sich das Olympia-Ticket

Die beiden Partenkirchnerinnen sicherten sich damit ebenso wie überraschend die 20-jährige Germeringerin Katharina Dürr, die Siebte wurde, das Ticket für Olympia in Kanada (12. bis 28.Februar) (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

"Wir sind sehr zufrieden, weil sich nach erst zwei Rennen nun schon fünf Mädels für Vancouver qualifiziert haben", sagte Cheftrainer Mathias Berthold.

Zum Auftakt in Sölden hatten Riesentorlauf-Weltmeisterin Kathrin Hölzl und Viktoria Rebensburg dieses Ziel erreicht.

Gutes Teamergebnis

Fanny Chmelar (Partenkirchen) als Neunte und das Talent Barbara Wirth (Lenggries) auf Platz 28 trugen zu einem laut Berthold "guten" Teamergebnis bei, um das er "zwischenzeitlich schon gezittert" hatte.

Die weiteren sechs deutschen Athletinnen hatten das Finale der Top 30 nämlich verpasst, auch Hölzl.

"Das Herz lacht", meinte Berthold am Ende erleichtert, "obwohl es fast schon zu einfach gegangen ist."

Hauchdünn vor Vonn

Das galt vor allem für Maria Riesch. Den Saisonstart hatte sie in Sölden als 18. im Riesenslalom noch verpatzt, in Lappland zeigte sie aber ihr ganzes Können und feierte ihren sechsten Slalom-Triumph im Weltcup.

In einer Gesamtzeit von 1:48,71 Minuten lag sie aber nur hauchdünn vor ihrer Dauerrivalin Lindsey Vonn (USA/1:48,79), Dritte wurde Tanja Poutiainen (Finnland/1:49,87).

"Klasse. Dass Susi auch noch super war, freut mich umso mehr", sagte sie.

Susanne Riesch mit bestem Ergebnis

Bereits im Februar 2004 hatte Maria Riesch in Levi gewonnen, im Vorjahr war sie Dritte. Auch ihrer Schwester liegt die "Levi Black" 150 km nördlich des Polarkreises. 2006 war sie dort Fünfte, nun fuhr sie zu ihrem besten Ergebnis.

"Ich bin total glücklich", sagte die 21-Jährige.

Für die "Sensation" (Berthold) aus deutscher Sicht sorgte aber Dürr, die mit Startnummer 50 zunächst auf Platz neun und im Finale mit drittbester Zeit auf Rang sieben fuhr.

"Ich wusste, ich bin schnell. Dass es so läuft, überrascht mich aber saumäßig. Einfach Hammer", sagte sie.

Chmelar freut sich über "Befreiungsschlag"

Chmelar freute sich über einen persönlichen "Befreiungsschlag" nach zuletzt schwankenden Leistungen und über das "halbe Ticket" für die Spiele.

Wobei: Mit den Riesch-Schwestern, Dürr und Hölzl hätte Berthold schon vier Torläuferinnen für Whistler beisammen.

"Ich habe gehofft, dass wir im Slalom ein Luxusproblem bekommen werden", sagte er und fügte hinzu: "Da genügt vielleicht ein gutes Ergebnis nicht, um an Olympia auch wirklich teilnehmen zu können."

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