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Maria Riesch gewann letzte Saison den Slalom-Gesamtweltcup © imago

Maria Riesch kehrt beim Weltcup in Aspen auf die Piste zurück, an der sich ihre Hoffnungen auf Olympia in Turin 2006 zerstörten.

Aspen/Lake Louise - Maria Riesch scheint in bestechender Form zu sein: Sieg beim ersten Weltcup-Slalom der Olympia-Saison vor knapp zwei Wochen im finnischen Levi, Platz zwei beim Show-Rennen am vergangenen Samstagabend in Moskau.

Doch vor dem Auftakt-Rennen der Nordamerika-Tour im Nobelort Aspen im US-Bundesstaat Colorado warnt Damen-Cheftrainer Mathias Berthold vor allzu großen Erwartungen: "Wir fangen wieder bei Null an."

Auch Maria Riesch selbst übt sich in Zurückhaltung. "Ich fahre mit etwas gemischten Gefühlen nach Aspen." (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Kreuzbandriss ist abgehakt

Das habe, betont die seit Dienstag 25 Jahre alte Partenkirchenerin, allerdings weniger mit dem Kreuzbandriss zu tun, den sie sich 2005 auf "Ruthie's Run" zugezogen hatte.

"Das ist längst abgehakt. Aber Aspen ist jetzt nicht gerade mein Lieblingsort, das Gelände dort liegt mir generell nicht so. Das betrifft sowohl den Riesenslalom als auch den Slalom."

Podium wäre schön

Im vergangenen Jahr belegte Maria Riesch im Slalom von Aspen Rang sechs - ihr schlechtestes Ergebnis in dieser Disziplin auf dem Weg zu WM-Gold und Weltcup-Gesamtsieg.

Diesmal soll es trotz des so ungeliebten Hangs in der Paradedisziplin besser laufen: "Ich hoffe, dass ich aufs Podium fahren kann, das wäre schön."

Im Riesenslalom am Samstag, ergänzt sie, "möchte ich eine bessere Platzierung als in Sölden erreichen." Das heißt: Besser sein als Platz 18.

Geballte Ladung deutscher Damen

Im Slalom setzt Cheftrainer Berthold erneut auf eine geballte Ladung deutscher Damen. Neun DSV-Starterinnen gehen ins Rennen, "da können sich einige von unseren Mädels vorne reinfahren", glaubt der Österreicher, "und Maria Riesch gehört ohnehin zu den Favoritinnen."

In Levi vor zwei Wochen erfüllte sich die Prophezeiung von Bertold: Sieg für Maria Riesch, Platz vier für deren Schwester Susanne, auch Katharina Dürr löste als Siebte das Olympia-Ticket.

Einstellung ist positiv

Von den deutschen Männern hat sich in den bisherigen zwei Saison-Rennen noch keiner für Olympia qualifiziert.

Daran dürfte sich am kommenden Wochenende bei den Speed-Rennen im kanadischen Lake Louise wenig ändern, auch wenn der neue Cheftrainer Karlheinz Waibel nach den Trainingstagen in Nakiska unweit von Calgary sagte: "Sowohl die Leistungen als auch die Einstellung waren positiv. Die Stimmung im Team ist ebenfalls sehr gut, wir gehen optimistisch in die ersten Speed-Rennen der Saison."

Startplätze noch nicht vergeben

Sechs Läufer hat Waibel mit nach Nordamerika genommen - die Strecke in Lake Louise gilt nicht als sonderlich anspruchsvoll.

Für die Abfahrt am Samstag hat er fünf Startplätze zur Verfügung, für den Super-G am Sonntag vier. "Wer letztendlich zum Einsatz kommt, wird nach den Trainingsleistungen entschieden", erklärt Waibel.

Im ersten Trainingslauf am Mittwoch fuhr überraschend Tobias Stechert auf Rang 16.

Neureuther vor Abfahrtpremiere

Voraussichtlich seine Abfahrtspremiere feiern wird Felix Neureuther. Der Slalom-Spezialist soll nach dem Willen von Waibel in der Olympia-Saison auch die Super-Kombinationen bestreiten - und die bestehen in der Regel aus einer Abfahrt und einem Slalom.

Sechsmal hat der Partenkirchener bereits an einem Super-G teilgenommen - nur beim Heimrennen 2005 kam er dabei unter die ersten 30 (26.).

An die Königsdisziplin hat er sich im Weltcup noch nicht gewagt.

Im ersten Trainingslauf kam Neureuther (1:53,81 Minuten) mit deutlichem Rückstand auf den Schweizer Didier Cuche (1:49,98) auf Rang 51, war hinter Stechert und Andreas Strodl (49. in 1:53,60) aber immerhin drittbester Deutscher.

Das DSV-Aufgebot der Frauen in Aspen:

Riesenslalom:Maria Riesch Kathrin Hölzl Viktoria Rebensburg

Slalom:Maria RieschKathrin HölzlFanny ChmelarSusanne Riesch Katharina Dürr Marianne Mair Nina Perner Christina Geiger Anja Blieninger

Das DSV-Aufgebot der Männer in Lake Louise:

Abfahrt/Super-G:Stephan Keppler Tobias Stechert Andreas StrodlPeter StrodlFelix Neureuther Hannes Wagner

Dem DSV stehen in der Abfahrt 5, im Super-G 4 Startplätze zur Verfügung.

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