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Manuel Osborne-Paradis rückte 2004 in den Kader der kanadischen Skinationalmannschaft auf © getty

Osborne-Paradis fährt in Lake Louis im Super-G den zweiten Sieg seiner Karriere ein. Kucera muss nach Sturz ins Krankenhaus.

Lake Louise - 75 Tage vor ihren olympischen Heim-Spielen in Vancouver haben die kanadischen Ski-Rennläufer ein Weltcup-Rennen zwischen Triumph und Tragik erlebt. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Während Manuel Osborne-Paradis beim Super-G im kanadischen Lake Louise vor den beiden Österreichern Benjamin Raich und Michael Walchhofer zum zweiten Sieg in seiner Karriere fuhr, ist für den derzeit prominentesten "Canadian Cowboy" die Teilnahme an Olympia stark gefährdet.

Einen Tag nachdem sich der Amerikaner T.J. Lanning bei der Abfahrt auf dem "Olympic Downhill" das linke Knie ausgekugelt und einen Bruch des fünften Nackenwirbels zugezogen hatte, stürzte auch Abfahrtsweltmeister John Kucera.

Im tückischen Streckenabschnitt "Fallaway" rutschte der 25-Jährige weg und landete danach scheinbar sicher im Fangnetz. Trotzdem wurde er mit dem Rettungshubschrauber mit Verdacht auf Schienbeinbruch ins Krankenhaus geflogen.

Zweiter Sieg für Osborne-Paradis

Für die deutschen Teilnehmer gab es nach der insgesamt schwachen Vorstellung in der Abfahrt, als keiner der fünf Starter in die Punkteränge fuhr, wenigstens im Super-G zwei Lichtblicke.

Trotz hoher Startnummern 57 sowie 49 fuhren Tobias Stechert und Andreas Strodl auf die respektablen Ränge 21 und 22 und damit zu ihren ersten Weltcup-Punkten in dieser Saison. Peter Strodl und Stephan Keppler schieden aus.

Osborne-Paradis gewann unterdessen sein zweites Weltcup-Rennen Rennen nach der Abfahrt im vergangenen März auf der Olympiastrecke von 1994 in Kvitfjell.

Erster Start nach Kreuzbandriss

"Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass ich nur Fehler gemacht habe", sagte der 25-Jährige aus Invermere nahe Vancouver verblüfft.

In 1:32,93 Minuten lag er vor Raich (0,24 Sekunden zurück) und Walchhofer (0,62), Vierter und Fünfter wurden in Erik Guay (0,75) und Robbie Dixon (0,79) zwei weitere Kanadier.

Für Sturzopfer Lanning war es der erste Weltcup-Start nach einem kapitalen Sturz mit Kreuzbandriss im Januar in Kitzbühel gewesen.

Das Rennen gewann der Schweizer Didier Cuche, der mit 35 Jahren und 104 Tagen nun ältester Sieger einer Weltcup-Abfahrt ist, vor Michael Walchhofer (Österreich) und Landsmann Carlo Janka.

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