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Felix Neureuther belegt bei der WM 2009 in Val d'Isere Platz 4 im Slalom © getty

Der nächste Nackenschlag für Felix Neureuther: Er stürzt im Super-G von Val d'Isere und zieht sich Prellungen zu. Raich siegt.

Val d'isere - Schmerzen statt Jubel: Felix Neureuthers Angriff auf die alpine Kombinierer-Weltspitze endete im Tiefschnee.

Neureuther stürzte beim Weltcup im französischen Val d'Isere beim Super-G, zog sich dabei eine Prellung an der rechten Hüfte zu, und musste damit seine Hoffnungen auf eine gute Platzierung bereits vor dem abschließenden Slalom-Lauf begraben.

Während der Österreicher Benjamin Raich seinen 35. Weltcup-Sieg feierte, verarztete Neureuther seine Abschürfungen und blauen Flecken.

"Das war's dann"

"Das wird sicher noch richtig weh tun", sagte der 25-Jährige nach seinem Ausritt auf der anspruchsvollen "Face de Bellevard".

Er durfte die Piste, auf der er im Frühjahr WM-Vierter im Slalom geworden war, erst mit Startnummer 76 unter die Skier nehmen, "da hatte ich keine Chance mehr. Da waren so viele Rippen drin, dann habe ich die Skier übereinander gebracht - und das war's dann auch schon", sagte er.

Aufgerissener Rennanzug

Neureuther hegt den kühnen Traum, bei Olympia im Februar auch in der Kombination um eine Medaille mitkämpfen zu können.

In Val d' Isere gab er jedoch ein mitleiderregendes Bild ab, wie er mit seinem schneebedeckten, an der Hüfte aufgerissenen Renn-Anzug im Zielraum stand. "Da kommst du mit einer Ohrfeige aus Beaver Creek", sagte er über die Rennen in Übersee, wo er die Plätze 22 und 42 belegt hatte, "und scheidest hier gleich wieder aus. Das ist schon schwierig."

"Weiß, was ich kann"

Das verlorengegangene Selbstvertrauen will sich Neureuther in seiner Spezialdisziplin Slalom zurückholen (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

Auf den Super-G in Val d'Isere am Samstag will er verzichten, nur den Riesenslalom tags darauf fahren. "Aber der Spaß kommt wohl erst beim Slalom von Alta Badia wieder zurück", sagte er. Im Hochabtei-Tal finden die letzten Rennen vor Weihnachten statt, und Neureuther will dort "angreifen. Ich weiß, was ich kann. Aber ich brauche Resultate für den Kopf."

Nervenstarker Raich

Im Kopf von Benjamin Raich sieht es dagegen offenbar ganz gut aus. Der 31-Jährige fuhr nervenstark mit Bestzeit im Slalom noch von Rang vier an die Spitze des Klassements.

"Dass der Benni mir so davonfahren würde, hätte ich nicht gedacht", sagte sein Teamkollege Marcel Hirscher, der 0,89 Sekunden hinter Raich Zweiter wurde. Rang drei belegten Romed Baumann (Österreich) und der Italiener Manfred Mölgg (1,55 Sekunden zurück). In der Gesamtwertung rückte Raich bis auf 79 Punkte an den ausgeschiedenen Carlo Janka (Schweiz) heran.

Keppler im Ziel

Stephan Keppler erreichte als einziger Deutscher das Ziel - jedoch mit unglaublichen 8,22 Sekunden Rückstand - und wurde disqualifiziert. Andreas Strodl (Partenkirchen) war ebenfalls schon im Super-G gescheitert.

Am Samstag und Sonntag stehen in Val d'Isere noch ein Super-G und ein Riesenslalom auf dem Programm.

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