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Maria Riesch belegte 2008/09 Platz zwei hinter Lindsey Vonn im Gesamtweltcup © getty

Im Riesenslalom von Are patzt Maria Riesch und vergibt ihre Podiumschance. Weltmeisterin Hölzl steigt auf schärferes Material um.

Are - Maria Riesch knallte ihre Ski-Stöcke gefrustet in den Schnee und verdrückte ein paar Tränchen, Kathrin Hölzl schlug sich erschrocken vor den Kopf: Für die deutschen Ski-Rennläuferinnen gab es im schwedischen Are mehr Frust als Jubel.

Zwar rettete sich Hölzl mit einem couragierten zweiten Riesenslalom-Lauf noch auf Rang fünf, Riesch indes stürzte im Finale in Zielnähe und war anschließend restlos bedient. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

"Das ist extrem ärgerlich", sagte Riesch, die als Vierte des ersten Laufs die erste Podestplatzierung in ihrer Problemdisziplin im Visier gehabt hatte.

Immerhin unverletzt

Auch im Finale fuhr sie zunächst stark, doch 20 Fahrsekunden vor dem Ende unterlief ihr "ein elementarer Fehler", Sturz.

"Ausgerechnet in der Disziplin, in der es seit Jahren hapert. Gerade als ich denke, es könnte mal was gehen, passiert mir sowas", haderte Riesch, die immerhin unverletzt blieb: "Geht schon wieder." (Neureuther von Platz 76 in die Schmerzen)

Hölzl verfolgte die harte Landung ihrer Zimmerkollegin aus dem Zielraum mit vor Schreck aufgerissenen Augen. Aber auch ihr eigenes Rennen stellte sie nicht ganz zufrieden.

"Doch noch ganz zufrieden"

Zwei "Riesenfehler" seien ihr im ersten Durchgang, den sie als 17. abschloss, unterlaufen, sagte sie selbstkritisch - wohl wissend, dass sie die Patzer um einen Platz auf dem Podium gebracht hatten. Rang drei verfehlte die Weltmeisterin um 0,79 Sekunden.

Im Finale zauberte der 1,63 m kleine Pisten-"Floh" dann jedoch die zweitbeste Laufzeit auf den Berg Areskutan. "Das war überhaupt kein Vergleich zum ersten Lauf", sagte Hölzl.

Mit schärferen Kanten ("liegt mir besser") habe sie sich "besser gefühlt, sicherer, und da konnte ich dann auch schneller fahren. Nach dem ersten Lauf habe ich mich noch richtig geärgert, weil ich's einfach besser kann. Nun bin ich doch noch ganz zufrieden."

Rebensburgs Serie reißt

Zum zweiten Sieg nach dem Triumph von vor zwei Wochen in Aspen reichte es für Hölzl allerdings nicht mehr, den schnappte sich Tessa Worley.

Die Französin lag in einer Gesamtzeit von 2:23,22 Minuten am Ende klar vor Tina Maze aus Slowenien (2:23,79) und Kathrin Zettel (Österreich/2:23,91), und feierte ihren erst zweiten Sieg.

Viktoria Rebensburg (Kreuth/2:27,26) fuhr nach fünf Rennen in den Top Zwölf auf Platz 25, Barbara Wirth (Lenggries) verpasste das Finale.

"Jetzt im Slalom abreagieren"

Im Gesamtweltcup blieb die bereits im ersten Lauf gescheiterte Lindsey Vonn (USA) mit 389 Punkten knapp vor Riesch (361), die eine große Chance vergab, ihre schärfste Rivalin etwas zu distanzieren.

"Der Gesamtweltcup interessiert mich jetzt aber noch nicht", meinte Riesch. Am Sonntag hat sie beim Slalom gleichwohl die Chance, Platz eins zu erobern.

"Ich werde mich jetzt im Slalom (So., 9.30 Uhr LIVE) abreagieren", sagte sie nach ihrem missglückten Auftritt beim Riesentorlauf.

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