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Maria Riesch (l.) mit ihrer Schwester Susanne (r.) und Siegerin Sandrine Aubert © getty

Im Slalom schaffen Maria und Susanne Riesch erstmals gemeinsam eine Top-Drei-Platzierung. Neureuther ist trotz Rang 20 zufrieden.

Are/Val d'Isere - Maria und Susanne Riesch haben sich mit einem "Sister Act" auf dem Siegerpodest ihren größten Traum erfüllt, Felix Neureuther sah immerhin Licht am Ende des Tunnels:

Zwei Monate vor Olympia fuhren die schnellen Schwestern beim Weltcup-Slalom im schwedischen Are zum ersten Mal gemeinsam aufs Siegerpodest, für ihren Partenkirchner Teamkollegen gabs mit Platz 20 nach drei Jahren immerhin mal wieder Punkte bei einem Weltcup-Riesenslalom.

Am Samstag hatte Maria Riesch nach ihrem Aus beim Riesenslalom noch Frust-Tränen in den Augen, tags darauf weinte sie beinahe vor Glück - auch wenn sie als Zweite vor ihrer Schwester den Sieg knapp verpasst hatte. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

"Wir sind sehr glücklich"

"Wir sind sehr glücklich, ein Platz auf dem Podium ist immer schön. Dass ich da mit meiner Schwester stehe, macht es umso schöner", sagte die ältere der Riesch-Sisters.

Die drei Jahre jüngere Susanne ergänzte: "Das ist absoluter Wahnsinn, ich bin so glücklich. Nach zwei vierten Plätzen wollte ich aufs Podest, dass es mit Maria geklappt hat, beschert uns unbeschreibliche Gefühle."

Maria Riesch durfte sich außerdem über die erneute Führung im Gesamtweltcup freuen. Der Riesentorlauf-Frust war damit vergessen, obwohl die 25-Jährige dort als Vierte des ersten Laufs wegen eines Sturzes im Zielhang im Finale die erste Podiumsplatzierung in ihrer Problemdisziplin nur knapp verpasst hatte.

Hölzl Fünfte

Weltmeisterin Kathrin Hölzl rettete nach famoser Aufholjagd als Fünfte die Ehre des DSV, der im Slalom mit fünf Läuferinnen in den Top 16 zurückschlug.

Zum zweiten Saisonsieg fehlten Maria Riesch, die im ersten Lauf noch die überlegene Bestzeit vorgelegt hatte, am Ende 0,45 Sekunden. Sandrine Aubert (Frankreich) feierte stattdessen ihren dritten Sieg.

"Natürlich gewinnt man lieber, aber nach dem Ausfall am Samstag hatte mein Selbstvertrauen einen leichten Knacks. Mit dem Nebel waren es außerdem schwierige Bedingungen, aber ich war auch nicht gut genug und aggressiv genug, um zu gewinnen", sagte sie.

Neben den Rieschs punkteten weitere fünf der zehn im Slalom gestarteten deutschen Läuferinnen. Christina Geiger, Katharina Dürr, Hölzl, Fanny Chmelar und Nina Perner belegten die Plätze 12, 14, 16, 21 und 24 - und zauberten Cheftrainer Mathias Berthold ein Lächeln ins Gesicht.

Neureuthers Freuede über Platz 20

Auch Neureuther freute sich in Val d'Isere wie ein Schneekönig. Nach seinem spektakulären Ausritt in der Super-Kombination und dem Verzicht auf den reichlich skandalösen Super-G gab es für ihn beim Riesenslalom mit Platz 20 doch noch ein Happy End.

"Ich kann es gar nicht glauben", sagte Neureuther, und versicherte mit einem Lächeln: "Das gibt mir schon einen Schub."

Für Olympia ist Neureuther zwei Monate vor Beginn der Spiele noch immer nicht qualifiziert, doch langsam sieht er Licht am Ende des Tunnels.

Hirscher siegt

Nach der missratenen Nordamerika-Tour kämpfte er sich erstmals seit zwei Jahren wieder in den zweiten Durchgang bei einem Riesenslalom. Erstmals seit dem 17. Dezember 2006 in Alta Badia gab es in dieser Disziplin für ihn wieder Weltcup-Punkte. (Neureuther von Platz 76 in die Schmerzen)

"Das hat jetzt mal wieder nach Riesenslalom ausgeschaut", sagte er.

Marcel Hirscher machte unterdessen mit seinem ersten Sieg im Weltcup den Hattrick der Österreicher in Val d'Isere perfekt.

"Angst wie noch nie"

Sein Teamkollege Benjamin Raich, der jetzt im Gesamtweltcup vorne liegt, siegte in der Super-Kombi, Michael Walchhofer im Super-G, Hirscher gewann den Riesentorlauf.

Beim Super-G am Tag zuvor hatte es noch Ärger gegeben. Raich hatte bei dem chaotischen Rennen sogar "Angst wie noch nie", Sieger Walchhofer musste "knallhart kämpfen", und der drittplatzierte Werner Heel aus Südtirol sprach vom "Krieg mit der Piste".

32 der 68 Rennläufer sahen im Nebel das Ziel nicht, doch Renndirektor Günter Hujara meinte: "Das war kein Skandal-Rennen."

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