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Susanne Riesch fuhr in Zagreb als Dritte zum zweiten Mal in ihrer Karriere aufs Treppchen © imago

Susanne Riesch schafft beim Slalom in Zagreb den Sprung aufs Podest, ihre Schwester landet direkt dahinter. Eine Französin siegt.

Zagreb - Nach einer deftigen "Watsch'n" kurz vor Silvester ist den deutschen Ski-Rennläuferinnen ein verheißungsvoller Start in das Olympiajahr gelungen.

Susanne Riesch fuhr beim Weltcup-Slalom im kroatischen Zagreb als Dritte zum zweiten Mal in ihrer Karriere aufs Siegertreppchen, ihre ältere Schwester Maria als Vierte knapp daran vorbei.

Schneller waren nur die Französin Sandrine Aubert, die dank eines furiosen zweiten Durchgangs zum zweiten Saisonsieg fuhr, und die Österreicherin Kathrin Zettel.

Susanne Riesch verpasste durch einen schweren Patzer im ersten Lauf sogar eine noch bessere Platzierung. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Hadern über Patzer

"Wenn mir das da kurz vor dem Ziel nicht passiert ...", bemerkte die 22-Jährige, die sich mit der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang immerhin noch von Rang sieben nach vorne arbeitete.

Als Platz drei feststand, riss Susanne Riesch jubelnd die Arme nach oben. Zum zweiten dritten Platz ihrer Karriere und in dieser Saison kam ein Preisgeld von 12. 500 Euro dazu.

Zum zweiten Mal lag sie dabei im Weltcup auch vor der Schwester. Maria Riesch brachte zwei Sicherheitsläufe ins Tal - durchaus "verständlich nach der Watsch'n von Lienz", wie sie erläuterte.

Maria Riesch froh und doch verärgert

In besagter Stadt in Tirol hatte sie zwischen Weihnachten und Neujahr im Slalom lediglich Rang 14 belegt - eine "Ohrfeige".

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"Im Vergleich zu Lienz waren das Welten, wie ich hier gefahren bin", sagte sie im Zielraum von Zagreb, wo sie noch im Vorjahr die mit immerhin 50.000 Euro Siegprämie dotierte Trophäe der "Snow Queen" gewonnen hatte.

In diesem Jahr blieben der Slalom-Weltmeisterin noch 7000 Euro.

Im Gesamtweltcup vor Vonn

Wie hoch die Ansprüche mittlerweile sind, zeigte allerdings auch die leicht verkniffenbe Miene, mit der Maria Riesch Rang trotz der schnellen Kehrtwende nach dem Nackenschlag von Lienz Platz vier quittierte.

"Natürlich ist der vierte Platz undankbar, und deswegen bin ich auch ein bisschen enttäuscht", sagte die 25-Jährige, die im Slalom-Weltcup auf Rang zwei (293 Punkte) hinter die nun zweifache Saisonsiegerin Aubert (316) fiel.

Im Gesamtweltcup liegt sie dafür nun wieder 5 Punkte vor der diesmal ausgeschiedenen Lindsey Vonn (USA).

Geiger rechtfertigt Olympia-Platz

Von den elf gestarteten deutschen Damen schafften es fünf in den zweiten Durchgang, dabei sammelte Nachwuchsfahrerin Christina Geiger erneut eindrucksvoll Argumente für einen Start bei Olympia.

Die nationale Norm hat die Oberstdorferin bereits erfüllt, mit dem zwölften Rang zeigte sie erneut auch die Konstanz, die Cheftrainer Mathias Berthold und Sportdirektor Wolfgang Maier als Kriterium für die Startplätze anlegen wollen.

"Ich hoffe, dass ich so konstant bleibe, dann kann Olympia kommen", sagte die 19-Jährige.

Perner verpasst halbe Olympia-Norm

Knapp an der halben Olympia-Norm (zweimal unter die Top 15, einmal unter die Top 8) vorbei fuhr Nina Perner (Karlsruhe) auf Rang 18.

Katharina Dürr (Germering), bereits für Olympia qualifiziert, schied im zweiten Lauf zwei Tore vor dem Ziel aus.

Nicht für das Finale qualifiziert hatten sich Fanny Chmelar (Partenkirchen), die um eine Hundertstelsekunde am zweiten Lauf vorbeifuhr, Barbara Wirth (Lenggries), Kathrin Hölzl (Bischofswiesen), Marianne Mair (Reichersbeuren), Anja Blieninger (Altenau) und Lena Dürr (Germering).

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