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Felix Neureuther wurde 2009 Deutscher Meister in der Abfahrt © imago

Nur eine Zehntelsekunde trennt den Partenkirchner von der direkten Quali für Vancouver. Nun fehlt Neureuther noch ein Top-15-Platz.

Zagreb - Felix Neureuther wusste nicht so recht, ob er nun lachen oder weinen sollte:

Als Neunter des Weltcup-Slaloms in Zagreb hatte er sein mit Abstand bestes Saisonergebnis erzielt und zugleich die halbe Qualifikations-Norm für Olympia erfüllt - doch ihm fehlte nur eine Zehntelsekunde, um das Ticket nach Kanada gleich im ersten Rennen des Jahres endgültig zu lösen.

"Ich bin sehr erleichtert, weil ich gesehen habe, dass es noch geht", sagte Neureuther hernach lächelnd, fügte aber an: "Klar, dass ich mich auch ein bisschen ärgere, dass ich so knapp am achten Platz vorbeigefahren bin."

Knapp an Vancouver vorbei

Dieser achte Rang hätte ihn direkt nach Kanada gebracht, so hat er ab Sonntag mit dem Slalom im Schweizer Adelboden noch fünf Torläufe Zeit, das ihm jetzt noch fehlende zweite Ergebnis in den Top 15 eines Weltcup-Rennens für die Norm nachzuliefern. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

"Alles nicht dramatisch"

"Dass er den geforderten achten Platz nicht geschafft hat, sehe ich überhaupt nicht als dramatisch an. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Rest jetzt auch noch kommt bei ihm. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier, der seinen mit Abstand besten Rennläufer an den Bärenberg "Sljeme" vor den Toren der kroatischen Hauptstadt begleitet hatte.

Wermutstropfen im Freudenkelch

Als Zwölfter des ersten Durchgangs zeigte Neureuther im Finale eine taktisch kluge Fahrt. Er fuhr nicht voll auf Angriff - und war trotzdem schnell.

Doch weil der österreichische Ex-Weltmeister Mario Matt am Ende 0,10 Sekunden schneller und damit Achter war, mischte sich in seinen Freudenkelch ein kleiner Wermutstropfen.

Misslungener Start - Maier optimistisch

Nach seinem misslungen Start in diese wichtige Saison mit Platz 25 im finnischen Levi und dem Ausscheiden im südtiroler Hochabteital durfte sich Neureuther, der sich auch von den Nachwirkungen einer leichten Grippe nicht ausbremsen ließ, aber über einen Aufwärtstrend freuen.

Auch Maier nahm das beruhigt zur Kenntnis. "Er hat gezeigt, dass er wieder dabei ist. Es sind noch kleine Dinge zu ändern, aber er kann mit der Weltspitze ganz klar mitfahren", sagte er.

Razzioli mit Überraschungssieg

An die Spitze fuhr diesmal überraschend der Italiener Giuliano Razzioli. Vor den Augen seines großen Landsmanns Alberto Tomba fuhr er in einer Gesamtzeit von 1:50,00 Minuten zu seinem ersten Sieg im Weltcup und 50.000 Euro Prämie.

Teamkollege Manfred Mölgg (1:50,23) und Julien Lizeroux aus Frankreich (1:50,49) komplettierten das Podium, für Neureuther (1:51,39) blieben noch 2500 Euro Preisgeld.

Stehle ohne Chance - Kogler scheidet aus

Dominik Stehle (Obermaiselstein) hatte das Finale der besten 30 Läufer als 42. klar verpasst.

Stefan Kogler (Schliersee) schied wie jetzt schon bei acht seiner zehn Starts nach Platz 18 in Alta Badia im Dezember 2008 erneut im ersten Durchgang aus. Benjamin Raich aus Österreich übernahm mit Rang elf die Führung in der Gesamtwertung.

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