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Lindsey Vonn gewann bei der WM 2009 Gold in der Abfahrt und im Super-G © getty

Auch die vierte Abfahrt des Winters geht an Lindsey Vonn. Maria Riesch verpasst das Podest deutlich. Stechert ist abgeschlagen.

Haus - Die schier unschlagbare Lindsey Vonn grüßte schon wieder als Siegerin, ihre enttäuschte Freundin Maria Riesch konnte diesmal nicht mithalten.

Bei der "Mini"-Weltcup-Abfahrt in Haus im österreichischen Ennstal gelang der Amerikanerin der fünfte Triumph in Serie in der alpinen Königsdisziplin. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Auch die beste deutsche Ski-Rennläuferin, die im leichten Schneetreiben diesmal nur Siebte wurde, verneigte sich daher vor der regierenden Ski-Königin: "Sie hat im Moment in der Abfahrt das größte Selbstvertrauen, die besten Fähigkeiten und den besten Schwung", sagte die Partenkirchenerin.

Verkürzung um 874 Meter

Wegen Nebels war die "Krummholz-Piste" in Haus, auf der Maria Riesch am Vortag beim Sieg von Vonn Rang drei belegt hatte, bei der vierten Abfahrt des Olympia-Winters stark verkürzt worden. Außerdem schneite es.

Doch Maria Riesch wollte ihr Abschneiden nicht mit den widrigen Umständen entschuldigen: "Das wäre lächerlich. Die Lindsey ist direkt vor mir die Bestzeit gefahren."

Vonn siegte auf der von 2639 auf 1765 Meter verkürzten Strecke in 1:09,12 Minuten vor der

überraschend starken Nadja Kramer aus der Schweiz (0,14 Sekunden zurück) und Ingrid Jacquemod aus Frankreich (0,16).

Gleichauf mit Nadig

Vonn versicherte nach ihrem fünften Saisonsieg und dem 27. insgesamt, mit dem erneuten Triumph nicht gerechnet zu haben. "Ich bin schon sehr überrascht, dass ich gewonnen habe, aber das Kämpfen hat sich gelohnt", sagte die Weltmeisterin in der Abfahrt sowie im Super-G.

Fünf Abfahrtssiege in Serie gelangen zuletzt Picabo Street (USA), die saisonübergreifend 1994/95 und 1995/96 sogar sechsmal in Serie gewann. Den Rekord hält Annemarie Moser-Pröll aus Österreich mit elf Triumphen hintereinander (1972/73 und 1973/74).

Am Sonntag (ab 11.30 Uhr LIVE) kann Seriensiegerin Vonn in Haus nun erstmal im Super-G nachlegen.

Rückstand im Weltcup wächst

Maria Riesch lag im Ziel 0,46 Sekunden hinter der 25 Jahre alten Amerikanerin. Ausreden suchte die Partenkirchenerin jedoch nicht. "Klar bin ich enttäuscht, nach dem Rennen am Freitag hatte ich mir schon mehr vorgenommen."

Am Freitag war sie zum dritten Mal aufs Podium gefahren, beim Angriff auf Vonn aber schlich sich der Fehlerteufel ein. "Sie hat nicht ganz umsetzen können, was sie sich vorgenommen hatte", sagte Cheftrainer Mathias Berthold.

Damit liegt Maria Riesch im Gesamtweltcup als Zweite nun 99 Punkte hinter Vonn, im Abfahrtsweltcup sind es 164 Punkte Rückstand.

Stechert verpasst die Norm

Nicht ganz wie erhofft lief es auch für die anderen beiden Deutschen.

Viktoria Rebensburg (Kreuth) belegte nach der glänzenden Fahrt am Vortag auf Rang 16 diesmal Rang 29 (1,29 Sekunden zurück), Gina Stechert (Oberstdorf) reihte sich auf Rang 30 ein (1,29) und verpasste erneut die Olympia-Norm.

Cheftrainer Berthold war aber zumindest mit Rebensburg zufrieden, nachdem die 20-Jährige in der dritten und vierten Weltcup-Abfahrt ihrer Laufbahn jeweils mit der letzten Startnummer in die Punkteränge gefahren war: "Das war von ihr insgesamt eine tadellose Leistung."

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