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Maria Riesch ist eine Nichte des Bob-Olympiasiegers von 1972 Wolfgang Zimmerer © getty

Beim Slalom in Maribor setzt sich Maria Riesch auch im Gesamt-Weltcup an die Spitze. Vier Deutsche fahren in die Top 10.

Maribor - Weltmeisterin Maria Riesch hat ihre Rolle als Medaillen-Kandidatin auch beim letzten Slalom-Weltcup vor Olympia untermauert.

Die Partenkirchnerin fuhr im slowenischen Maribor auf Platz drei und stand damit beim siebten Torlauf der Saison bereits zum vierten Mal auf dem Podest. Riesch, die damit auch wieder das Rote Trikot der Spitzenreiterin im Gesamtweltcup übernahm, ist zudem der kleinen Kristallkugel für die beste Torläuferin einen weiteren Schritt näher gekommen. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

In der Disziplinwertung hat sie ein Rennen vor Saisonschluss mit jetzt 433 Punkten 23 Zähler Vorsprung auf Kathrin Zettel aus Österreich (410), die nach dem Riesenslalom am Samstag auch den Slalom auf der "Radvanje" gewann.

Slalom-Spezialist Felix Neureuther hat dagegen im Schweizer Wengen den angepeilten Sprung unter die Top 10 verpasst und fiel im zweiten Durchgang auf vom siebten auf den 13. Platz zurück.

28 Punkte vor Vonn

In der Gesamtwertung liegt Maria Riesch bei noch 13 ausstehenden Wettbewerben mit 922 Punkten knapp vor Lindsey Vonn (USA/894), die in Maribor das Finale verpasste.

In einer Gesamtzeit von 1:44,26 Minuten lag Maria Riesch 1,28 Sekunden hinter Zettel (1:42,98). Zweite wurde Tina Maze (Slowenien, 1:43,69), auf Platz vier fuhr Rieschs Schwester Susanne (1:44,34).

Die beiden Rieschs profitierten auch vom Ausscheiden von Marlies Schild (Österreich), die vor dem Finale souverän geführt hatte.

Auch Chmelar und Geiger in den Top 10

Das wiederum gute deutsche Teamergebnis komplettierten Fanny Chmelar (Partenkirchen/1:45,07) und Christina Geiger (Oberstdorf/1:45,34) auf den Plätzen acht und zehn. (Riesch-Coup am deutschen "Hammertag")

Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) 1:45,84 und Anja Blieninger (Altenau/1:46,34) fuhren jeweils zu ihrem besten Slalom-Ergebnis in diesem Winter und belegten die Ränge 14 und 21.

Die beiden Schwestern Katharina und Lena Dürr (Germering) verpassten das Finale der besten 30, Nina Perner (Karlsruhe) und Barbara Wirth (Lenggries) schieden im ersten Durchgang aus.

Marianne Maier (Reichersbeuern) konnte erst gar nicht zum Slalom antreten: Die 20-Jährige zog sich beim sogenannten "Einfahren" vor dem Rennen den vierten Kreuzbandriss ihrer noch jungen Karriere zu.

Neureuther selbstkritisch

In Wengen fuhr Neureuther beim zehnten Weltcup-Sieg des Kroaten Ivica Kostelic auf Rang 13 und erreichte damit immerhin zum dritten Mal in Folge einen Platz unter den besten 15 Torläufern der Welt. "Heute hätte es schon ein bisschen mehr sein dürfen", sagte Neureuther selbstkritisch.

Dem 25-Jährigen fehlten in einer Gesamtzeit von 1:41,94 Minuten 1,60 Sekunden auf Kostelic. Der Kroate setzte sich mit 0,29 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Andre Myhrer knapp durch. Dritter wurde Reinfried Herbst (Österreich/0,51), der damit seine Spitzenposition im Slalom-Weltcup behauptete.

In der Gesamtwertung blieb Carlo Janka (Schweiz) vorne, der am Samstag die traditionsreiche Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewonnen hatte. Der letzte Slalom vor den Olympischen Winterspielen steht am kommenden Sonntag in Kitzbühel an.

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