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Didier Cuche gewann 2009 den Gesamtweltcup im Riesenslalom © getty

Didier Cuche triumphiert nach dem Sieg im Super-G auch in der Abfahrt. Die Österreicher schrammen an einem Podestplatz vorbei.

Kitzbühel - Ausgerechnet ein Schweizer hat sich bei der Generalprobe für Olympia zum "König von Kitz" gekrönt.

Während die Österreicher an ihrem "heiligen Berg" wieder mal eine ernüchternde Schlappe verdauen mussten, gewann Altmeister Didier Cuche nach dem Super-G in souveräner Manier auch noch den Abfahrts-Klassiker auf der berühmten wie berüchtigten Streif (VIDEO: Mit Sport1.de über die Streif).

Der 35 Jahre alte Walliser ist damit der erste Ski-Rennläufer seit dem Österreicher Stephan Eberharter 2002, der beide Speed-Rennen am Hahnenkamm gewann (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

"Es ist unglaublich", sagte er dazu mit einem Grinsen. Für die beiden Siege erhielt er ein Preisgeld von zusammen 120.000 Euro.

Cuche verhindert Sensation

Während der Ebinger Stephan Keppler einen Tag nach seiner geglückten Olympia-Qualikation bei einem Sturz ins Fangnetz unverletzt blieb, spielte Super-G-Weltmeister Cuche auch in der Abfahrt seine ganze Routine aus.

"Der Sieg vom Freitag hat mir geholfen, wieder alles zu geben, und es ist mir zum Glück gelungen", sagte er nach seinem vierten Erfolg auf der Streif.

Cuche verhinderte mit seiner Fahrt gerade noch einen Sensationssieg des Slowenen Andrej Sporn, der mit einem Rückstand von 0,28 Sekunden erstmals im Weltcup aufs Podest fuhr. Dritter wurde Werner Heel (Italien/0,39 zurück).

Scheiber bester Österreicher

Lange Gesichter gab es erneut bei den Österreichern, die zuletzt vor vier Jahren einen der ihren in ihrem Ski-Mekka feiern durften.

Damals, 2006, gewann Michael Walchhofer die Abfahrt, beim letzten Speed-Rennen vor der Abreise nach Vancouver stürzte der 34 Jahre alte Vortageszweite und Olympia-Zweite von 2006.

Bester der rot-weiß-roten Schussfahrer wurde Mario Scheiber als Vierter. Der süß-sauer lächelnde Alpinchef Hans Pum sagte trotzig: "Wir werden jetzt alles daran setzen, um in Whistler die Abfahrt zu gewinnen."

Das Olympia-Rennen steigt dort am 13. Februar.

Keppler stürzt nach der Hausbergkante

Walchhofer stürzte nach dem Sprung über die Hausbergkante, wo die Läufer erstmals ins Blickfeld der diesmal rund 35.000 Zuschauer am Zielhang geraten.

Später erwischte es dort auch Keppler. "Es ist dunkel geworden an der Hausbergkante, da hab ich diese Welle nicht gesehen, ich hab sie blöd erwischt und dann hat es mich ausgehoben, das hab ich nicht mehr ausgleichen können", schilderte der 25 Jahre alte Wahl-Münchner seinen Abflug bei Tempo 100, den er allerdings offensichtlich ohne größere Blessuren überstand.

"Der Rücken tut ein bisschen weh", sagte er.

Maier bleibt gelassen

Trotzdem blickte Keppler am Ende zufrieden drein.

"Ich gehe hier mit einem guten Gefühl weg, nachdem das mit der Qualifikation geklappt hat, und das ist das Wichtigste", sagte er im Rückblick auf den Freitag, als er mit der hohen Startnummer 46 noch auf Rang 14 gefahren war und sich damit als erster deutscher Abfahrer seit 1994 regulär die Teilnahme bei Olympia gesichert hatte.

Auch der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier nahm Kepplers Ausritt daher gelassen. "In der Abfahrt muss man riskieren, um weiter nach vorne zu kommen, da kommt so was schon mal vor."

Cuche entschuldigt sich

Didier Cuche wird schon bald als Goldfavorit in Richtung Kanada fliegen. "Cuche-bühel" verließ er mit der Gewissheit, dort mit seinen Weltcupsiegen 12 und 13 etwas höchst Seltenes vollbracht zu haben.

"Ich hab am Freitag an das Double gedacht - an Maier und Eberharter, die einzigen zwei, die das bisher geschafft haben", gab er zu.

Siege in Super-G und Abfahrt waren "Herminator" Hermann Maier ein Jahr vor Eberharter gelungen. "Es macht mich richtig stolz, hier wieder gewonnen zu haben", versicherte Cuche, und sagte zum Abschluss mit einem Lachen: "Entschuldigung an ganz Österreich."

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