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Markus Wasmeier gewann bei Olympia 1994 Gold in Super-G und Riesenslalom © getty

Trotz des Erfolgs von Felix Neureuther in Kitzbühel sieht der Doppel-Olympiasieger viele Probleme. Maria Riesch hat einen Traum.

München - Fünf lange Jahre hat es gedauert, bis wieder ein deutscher Skifahrer ganz oben auf dem Treppchen stand.

Felix Neureuther erlöste den DSV mit seinem Überraschungs-Sieg in Kitzbühel.

Dennoch gibt es noch viel zu tun für den Verband. Vor allem in der Nachwuchsarbeit hinkt Deutschland immer noch hinter anderen Nationen hinterher, wie Ski-Legende Markus Wasmeier im Audi Star Talk (Montag ab 23:30 Uhr im DSF feststellt.

In der Sport-Personality Talk-Show attackiert der Doppel-Olympiasieger von 1994 den DSV scharf.

Sport1.de fasst die wichtigsten Aussagen aus dem Audi Star Talk zusammen.

Markus Wasmeier über:

die Fehler des DSV:

"Es sind große Fehler (u.a. Verhandlungen TV-Vertrag, Anm.d.Red.) gemacht worden. Das Schlimmere dabei ist aber, dass der Nachwuchs darunter leidet. Die finanzielle Seite ist so

richtig den Bach runter gegangen. Es ist sehr viel Arbeit im Hintergrund notwendig gewesen, damit der Verband überhaupt weiterarbeiten kann." (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

mögliche personelle Konsequenzen:

"Sollen sie (Präsidium, Anm.d.Red.) sich selbst zurücktreten? Das geht doch gar nicht! Da sägt doch keiner seinen eigenen Stuhl an. Ich bin immer einer, der in die Zukunft blickt. Man

muss halt was ändern, im Nachwuchs noch intensiver arbeiten. Wir haben viele Sportler, die das Potential haben, das genügen würde. Aber es kommt halt keiner von diesen aus dem

FIS-Europacup-Bereich zum Weltcup. Da muss intensiv gearbeitet werden, die Posten gut besetzt werden. Ich sehe es als großes Manko an, dass im Riesenslalom nichts vorwärts

geht. Wir haben in der Grunddisziplin ganz wenig bei den Herren anzubieten." (VIDEO: Mit Sport1.de über die Streif)

einen Lösungsvorschlag

"Die Schweizer machen es uns ja vor, mit Urs Lehmann als Präsident an der Spitze. Der Schweizer Skiverband hat die letzten fünf Jahre einen Kurswechsel gemacht. Der Erfolg zeigt

es uns jetzt schon. Und in zwei Jahren werden wir noch viel mehr Schweizer auf der Liste sehen als derzeit."

Eine, die schon bei Olympia in Vancouver ganz oben stehen könnte, ist Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch.

Im Audi Star Talk verät sie ihren größten Traum: mit Schwester Susanne bei Olympia in Vancouver auf dem Stockerl stehen.

"Da gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu. Sie ist super drauf, mental stark. Das wäre der ganz große Traum, wenn wir als Schwestern bei Olympia auf dem Stockerl stehen

würden. Einmal haben wir es schon geschafft, beim Weltcup in Are. Wir werden alles dafür tun. Das wäre ein ganz großer Traum, der dann in Erfüllung gehen würde."

Ihre größte Konkurrentin wird auch bei Olympia Lindsey Vonn sein. Daran hat Riesch keine Zweifel: "Die Lindsey ist in den Speed-Disziplinen in einer eigenen Liga. Aber ich fühle mich im Moment auch sehr wohl auf den langen Ski.

Und ich weiß, dass mir die Strecken in Whistler Mountain sehr gut liegen. Dort habe ich vor zwei Jahren ein Weltcup-Rennen gewonnen. Ich fahre dort mit einem sehr positiven Gefühl hin.

Chancen rechnet sich die 25-Jährige in mehreren Disziplinen aus:

"Der Slalom ist meine stärkste Disziplin in dieser Saison, da bin ich auch Weltmeisterin. Aber ich lege mich nicht fest. Versuche nicht an Medaillen oder Konsequenzen zu denken. Sondern auf mich und meine Stärken zu konzentrieren. Dann hoffentlich ist an einem dieser fünf Tage, an denen ich antreten werde, ein Glückstag dabei."

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