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Maria Riesch feierte in ihrer Karriere bisher 13. Weltcup-Siege © getty

Der Sieg im Slalom-Weltcup wäre der perfekte Saisonabschluss. Die große Kristallkugel ist Vonn kaum zu nehmen. Auch Hölzl hofft.

Garmisch-Partenkirchen - Nach zwei Mal Gold bei Olympia will Maria Riesch ihre überragende Saison nun mit Kristall vor der eigenen Haustür krönen.

Beim Weltcup-Finale der Ski-Rennläufer in Garmisch-Partenkirchen (Mi., ab 9 Uhr LIVE) steht die 25-Jährige vor der erfolgreichen Titelverteidigung des Slalom-Weltcups (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

"Ich möchte einfach noch mal gute Rennen fahren, Spaß haben, das Ganze genießen und hoffentlich den Slalom-Weltcup gewinnen", sagte sie vor dem Saison-Kehraus, der von Mittwoch bis Sonntag im WM-Ort von 2011 stattfindet.

Vorsprung auf Zettel

Im Kampf um die kleine Kugel hat die Slalom-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin 23 Punkte Vorsprung auf Kathrin Zettel aus Österreich, das Rennen um die große Kugel ist dagegen so gut wie verloren:

Bei immerhin 245 Punkten Rückstand auf Lindsey Vonn müsste der Lokalmatadorin schon alles gelingen und der Rivalin aus den USA zugleich alles danebengehen.

"Theoretisch kann Maria noch um den Gesamtweltcup fahren", sagt Cheftrainer Mathias Berthold - aber praktisch umsetzbar ist es kaum.

Gute Chancen für Hölzl

Wesentlich realistischer sind die Chancen von Kathrin Hölzl. Die Riesenslalom-Weltmeisterin steht vor dem erstmalige Gewinn der Gesamtwertung in ihrer Lieblingsdisziplin, die kleine Kristallkugel wäre zumindest ein kleiner Trost für die entgangene Medaille bei den Olympischen Spielen.

Hölzl hat 26 Punkte Vorsprung - ebenfalls auf Kathrin Zettel. Zwei Weltcup-Siegerinnen aus Deutschland gab es zuletzt 1998. Damals gewann Katja Seizinger drei Kugeln (Gesamt, Abfahrt, Super-G), Martina Ertl eine (Riesenslalom).

Perfekter Abschluss

Nach drei Mal Gold bei Olympia durch Maria Riesch und Viktoria Rebensburg (Riesenslalom) wäre der Gewinn der beiden kleinen Kugeln der perfekte Abschluss einer großartigen Saison für die deutschen Frauen.

"Wenn wir bei den Kugeln mit dabei sind, ist es mehr als gut gewesen", sagt deshalb Alpindirektor Wolfgang Maier. Berthold denkt unterdessen auch an das Publikum in Garmisch-Partenkirchen:

"Wir wollen den deutschen Fans zeigen, dass wir zur Weltspitze gehören. Schön wäre es, wenn wir ein Rennen gewinnen könnten."

Neureuther einziger deutscher Starter

Noch einmal sind in Garmisch-Partenkirchen insgesamt 600.000 Euro Preisgeld zu vergeben, als einziger der deutschen Männer fährt Felix Neureuther mit:

Außer dem Partenkirchner steht keiner seiner Teamkollegen unter den Top 25 in einer Weltcup-Wertung was für die Final-Teilnahme Voraussetzung ist.

Immerhin: Fritz Dopfer darf am Sonntag gemeinsam mit Neureuther, Hölzl und Rebensburg beim neugestalteten Team-Event an den Start gehen. Der Wettbewerb wird diesmal als Parallel-Riesenslalom ausgetragen.

"Cooles Ski-Fest zum Saisonschluss"

"Wenn wir auch noch Glück mit dem Wetter haben, könnte das ein cooles Ski-Fest zum Saisonschluss werden", sagt Alpindirektor Maier.

Das wäre auch für die Zukunft nicht schlecht: Die Weltcup-Rennen auf den Strecken Kandahar und Gudiberg sind zugleich die Generalprobe für die WM im kommenden Februar (7. bis 20. Februar 2011), die unter dem Motto "Festspiele im Schnee" stattfinden soll.

Darüber hinaus ist Garmisch-Partenkirchen auch in die Bewerbung von München um die Olympischen Spiele 2018 integriert.

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