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Lindsey Vonn gewann ihre dritte große Kugel und ihre zweite im Super-G-Weltcup © getty

Die Amerikanerin holt durch ihren Sieg im Super-G von Garmisch die große Kugel. Maria Riesch landet auf dem vierten Platz.

Garmisch-Partenkirchen - Als sich Lindsey Vonn mit ihrem elften Saisonsieg endgültig und zum dritten Mal in Folge die große Kristallkugel geschnappt hatte, überkam Maria Riesch doch noch ein wenig Wehmut.

"Ich denke, ich war alles in allem die Bessere, weil ich in allen Disziplinen vorne dabei war. Mir haben halt die Siege gefehlt", sagte die Doppel-Olympiasiegerin mit leichtem Trotz nach dem vorletzten Rennen der Saison. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Maria Riesch wird den zähen Kampf um den begehrten Gesamt-Weltcup zum zweiten Mal als Zweite beenden, sie betonte aber auch: "Lindsey ist die verdiente Siegerin."

Kein Sechser mit Zusatzzahl

Am Samstag (ab 9.45 Uhr LIVE) greift Maria Riesch beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen noch nach der kleinen Kristallkugel für den Gewinn der Slalom-Wertung. Es wäre der krönende Abschluss für eine Saison, die nach den Goldmedaillen in der Super-Kombination und im Slalom ohnehin schon eine großartige ist.

"Es wäre wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl gewesen, wenn ich noch die Chance auf den Gesamtweltcup gehabt hätte", sagte Maria Riesch, die im 31. von 32 Saison-Rennen Rang vier belegte.

Ihre 215 Punkte Rückstand auf die befreundete Rivalin Vonn sind nicht mehr aufzuholen.

Wie Kronberger vor 18 Jahren

Nach dem letzten Super-G des Winters, in dem Maria Riesch hinter Vonn (USA), Elisabeth Görgl (Österreich) und Nadia Styger (Schweiz) immerhin zum besten Super-G-Ergebnis dieser Saison fuhr, kam aber auch Kritik von Cheftrainer Mathias Berthold.

"Lindsey fährt in den Speed-Disziplinen überragend, aber im Riesenslalom und im Slalom kann sie gar nichts mehr. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, den Gesamtweltcup zu gewinnen", sagte er.

So aber durfte sich Vonn nach dem Hattrick, der zuletzt der Österreicherin Petra Kronberger (1990 bis 1992) gelungen war, auf "eine große Party" freuen.

Im Slalom und Riesentorlauf "voll abgeloost"

Maria Riesch gewann im zu Ende gehenden Winter fünf Rennen, insgesamt 13-mal stand sie in vier Disziplinen auf dem "Stockerl" - nur nicht im Super-G.

Vonn kam auf elf Siege, fuhr insgesamt 19-mal in vier Disziplinen auf das Siegertreppchen, gewann als erste Frau drei kleine Kugeln (Abfahrt, Super-G, Kombination). Doch im Slalom und Riesenslalom, "da hat sie voll abgeloost", also versagt, sagte Maria Riesch. (Hölzl schnappt sich die kleine Kugel)

In der Tat war die Partenkirchnerin in dieser Saison die komplettere Rennläuferin - mit einer Ausnahme. "Im Super-G hat mir die hundertprozentige Sicherheit gefehlt", sagte sie.

"Ein Siegelbild der Saison"

Der letzte Super-G dieses Winters war "ein Siegelbild der gesamten Saison", wie Cheftrainer Berthold anmerkte.

Maria Riesch war auf der WM-Strecke von 2011 bestens unterwegs - leistete sich dann aber wieder "einen Bock" und vergab damit sogar den möglichen Sieg.

Dabei war der Super-G schon mal eine Domäne von Maria Riesch: 2008 gewann sie in dieser Disziplin den Weltcup. "Ich werde daran arbeiten, dass ich im Super-G wieder näher hinkomme", versicherte sie.

Am Samstag aber zählt erst mal noch der Slalom. Riesch hat 23 Punkte Vorsprung auf Kathrin Zettel (Österreich).

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