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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Die Abfahrt ist eine der Parade-Disziplinen von Maria Riesch © getty

Im "Interview der Woche" äußert sich Maria Riesch im 2. Teil vor allem über Probleme beim DSV.

Von Wolfgang Kleine

Maria Riesch, die mit Kathrin Hölzl zu den Hoffnungen im Riesenslalom zählt, hat für die kommende Saison Großes im Visier: Den Erfolg im Gesamt-Weltcup und bei der WM Anfang 2009.

Deshalb wird sie auch in allen vier Disziplinen starten und hat sich nicht spezialisiert.

Im zweiten Teil des Interviews der Woche äußert Maria Riesch sich Maria Riesch bei Sport1.de vor allem über Problem-Disziplinen im DSV.

Sport1.de: Freuen Sie sich schon auf die Saison?

Maria Riesch: Wenn man den ganzen Sommer trainiert, dann freut man sich sehr, dass es losgeht. Sölden ist zwar gleich ein heftiger Einstieg, weil es ein sehr schwieriges Rennen ist und man nicht weiß, wo man steht. Aber so richtig geht es dann ja erst in Übersee los.

Sport1.de: Aber man möchte sich in Sölden schon zeigen, oder?

Riesch: Klar möchte man das. Aber im letzten Jahr war Riesenslalom meine problematischste Disziplin. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil ich Anfangsschwierigkeiten hatte. In Sölden war ich nach dem ersten Durchgang mit Platz fünf zwar gut, dann bin ich aber ausgeschieden. Auch beim zweiten Riesenslalom bin ich ausgeschieden. Dann fehlt einem gleich ein wenig Selbstvertrauen. Aber Sölden ist ein tolles Event und ich möchte dort ein gutes Ergebnis erreichen.

Sport1: Sie leben so ein bisschen zwischen den Welten. Immer dort unterwegs, wo es gerade Winter ist. Ist das ein Leben, das Sie immer haben wollten, als sie Profi wurden?

Riesch: Klar macht das viel Spaß, viel von der Welt zu sehen. Wenn ich ein paar Tage zu Hause frei habe, dann merke ich immer schnell, wie langweilig es mir wird. Man sollte das genießen, weil man so ein Leben nicht allzu lange führen kann.

Sport1: Vermissen Sie den Sommer?

Riesch: Nein. Es ist ja auch nicht so, dass ich den ganzen Sommer verpasse. Nach der Saison fahre ich außerdem immer sofort in den Urlaub an den Strand. Ein paar warme Tage reichen mir dann aber auch. Der Winter ist schon besser.

Sport1: In den Speed-Disziplinen sind Sie bei den deutschen Damen in letzter Zeit Alleinunterhalter gewesen. Sehen Sie da Licht am Ende des Tunnels?

Riesch: Es gibt noch Gina Stechert, die das ein oder andere gute Ergebnis erzielt hat und auch viel Potenzial hat. Das muss sie aber auch im Winter zeigen. Das traue ich ihr auch zu. Ansonsten sieht es mau aus. In der Gruppe unter uns ist noch die Lisa Walz, die für Einsätze im Speed-Bereich eingeplant ist.

Sport1: Wurden da in der Vergangenheit Fehler beim DSV gemacht?

Riesch: Das kann ich nicht beurteilen. Wenn wir wüssten, woran es liegt, dann würden wir es ändern.

Sport1: Hat man in der Struktur schon etwas geändert?

Riesch: Wenn man Abfahrt und Super-G raus lässt, dann sind wir in den technischen Disziplinen super aufgestellt. Wir haben zehn oder elf Startplätze im Slalom. Es wird wahrscheinlich teilweise sogar teaminterne Qualis geben müssen. Das hatten wir seit zehn Jahren nicht mehr. Im Riesenslalom haben wir auch sieben Startplätze. Das war auch schon mal anders. Wir sind also gut aufgestellt und man sieht, dass das Konzept gegriffen hat.

Hier geht's zurück zum 1. Teil des Interviews

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