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Das Autofahren ist seine zweite Leidenschaft: Felix Neureuther © imago

Der Slalom-Star gilt beim Weltcup-Auftakt auch im Riesenslalom als die DSV-Hoffnung. Bei Sport1.de spricht er über eine Liebe.

Von Wolfgang Kleine

München - Am Sonntag steigt für die Ski-Herren die neue Weltcup-Saison.

Eine große deutsche Hoffnung und der einzige männliche DSV-Starter beim Riesenslalom in Sölden ist Felix Neureuther.

Eigentlich ist er mehr im Slalom zu Hause, aber in der kommenden Saison will er auch im Riesenslalom punkten.

Im Sport1.de-Interview äußert sich Neureuther über seine Chancen, aber auch über eine zweite große Leidenschaft und die Marotten seiner Eltern.

Sport1.de: Können Sie im Riesenslalom in die Top 30 fahren?

Felix Neureuther: Ja klar, die Chance ist auf alle Fälle da. Ich bin im Riesenslalom sehr, sehr gut in Form. Aber es wird natürlich trotzdem verdammt hart mit so einer hohen Startnummer da vorne rein zu fahren. Das würde auch solchen Spitzenathleten wie Benjamin Raich oder Didier Cuche ziemlich schwerfallen sich da zu qualifizieren. Also da braucht man schon wirklich einen Bombenlauf ohne den kleinsten Fehler und es muss alles perfekt aufgehen, damit man das schafft. Aber ich werde es auf alle Fälle probieren. Und ich hoffe natürlich auch, dass es funktioniert.

Sport1.de: Wieso schneiden die Deutschen in dieser Disziplin so schlecht ab?

Neureuther: Der Riesenslalom ist einfach so eine extrem komplexe Disziplin. Es wird von allem ein bisschen was geboten und es wird so gnadenlos gefahren. Und das muss man einfach verinnerlichen, man muss den ganzen Bewegungsablauf automatisieren. Und die Dichte ist auch wahnsinnig groß. Die ersten Hundert der Weltrangliste können da alle unter die ersten Zehn fahren. Das macht es ihm Riesenslalom eben erst so richtig schwer.

Sport1.de: Hat sich bei Ihnen im Vergleich zur Vorsaison etwas geändert?

Neureuther: Ja, ich bin körperlich einfach fitter. Ich bin ohne Verletzung oder Krankheit durch den Sommer gekommen und das macht sich bemerkbar. Ich bin körperlich in einer sehr, sehr guten Verfassung, bin so fit wie überhaupt noch nie. Und das hat sich auch im Training gezeigt, ich habe im Slalom und speziell auch im Riesenslalom noch einmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt wird es auch Zeit, dass die Rennen losgehen, damit man auch zeigen kann, was man drauf hat.

Sport1.de: Wollen Sie in Zukunft vom Skisport zum Motorsport wechseln?

Neureuther: Das ist schon als kleines Kind ein Traum von mir gewesen. Ich warte schon die ganze Zeit auf das Angebot von Audi, aber bis jetzt ist noch nichts gekommen. Im Ernst: Für mich zählt jetzt erst einmal ganz klar das Skifahren. Das Autofahren kann ich nebenher mitnehmen. Nach der Karriere werde ich sicherlich alles mitnehmen, was man an Autofahren machen kann, was sie mir auch anbieten. Auch wenn ich in einem DTM-Auto mitfahren kann. Da wird das dann alles mit Sicherheit gemacht.

Sport1.de: Wie gehen Sie mit den öffentlichen Auftritten ihrer Eltern um?

Neureuther: Mei, meine Eltern sind halt auch in der Öffentlichkeit. Aber ich habe kein Problem damit. Ich weiß auch gar nicht, wann sie genau im Fernsehen sind. Bei uns zu Hause wird nicht darüber gesprochen. Meine Eltern rufen auch nicht an und sagen "Da und da sind wir im Fernsehen, da musst Du den Fernseher einschalten". So ist das nicht.

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