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Rosi Mittermaier ist Botschafterin für die Olympia 2018-Bewerbung Münchens © imago

"Gold-Rosi" Mittermaier feiert ihren 60. Geburtstag. Zu diesem Anlass gibt es eine Überraschung ihres Ehemanns und 200 Gästen.

München - Am Anfang ein Lied von Udo Jürgens, am Ende würdigende Worte von IOC-Präsident Jacques Rogge.

Und zwischendurch die Erinnerungen von früheren Weggefährten und Sportstars wie Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Markus Wasmeier, Maria Riesch, Irene Epple, Annemarie Moser-Pröll oder Gustav Thoeni - eine Zeitreise zu Begegnungen mit Rosi Mittermaier, der Doppel-Olympiasiegerin von 1976.

Sie stand im Mittelpunkt einer Livesendung, die ihr das Bayerische Fernsehen als ein Spezial von "Blickpunkt Sport" widmete.

Anlass war der 60. Geburtstag, den die Garmischerin am Donnerstag begeht. Rund 200 Ehrengäste hatten Ehemann Christian Neureuther und BR-Sportchef Werner Rabe zu diesem Geschenk geladen (Riesch und Co. so gut wie zuletzt 1998).

Livesendung statt Abendessen

"Ja, mei, wer hat denn das da eingefädelt?" sagte die total überraschte Rosi Mittermaier beim Anblick der Festgemeinde im Münchner TV-Studio: "Mein Mann hatte doch gesagt, wir fahren mal schnell zum Abendessen."

Daraus wurde dann eine Hommage an eine der noch immer populärsten deutschen Sportlerinnen, obwohl doch ihre sportliche Großtat für viele nur noch verschwommene Lichter im Nebel der Vergangenheit sind.

"Das Leben komplett umgekrempelt"

Es war im Februar 1976, als die damals 25-jährige bei den Winterspielen in Innsbruck zuerst Gold in der Abfahrt und im Spezialslalom gewann, dann noch Silber im Riesenslalom.

Und danach war auch schon Schluss, mit 25. "Damals war das für eine Skirennläuferin schon ein hohes Alter", sagt die Gold-Rosi heute.

"Was hätte den auch noch kommen sollen?"

Diese fünf Tage von Innsbruck habe ihr Leben "total umgekrempelt", sagt sie und fügt hinzu, so als müsste sie sich entschuldigen für einen Medaillensegen: "Ich wäre bestimmt kein unglücklicher Mensch geworden, wenn es Innsbruck nicht gegeben hätte."

"Die Sonne scheint!"

Eine Strahlefrau war Rosi Mittermaier schon immer.

Optimismus, sagt sie, gehörte zur Philosophie der Eltern.

Das Negative habe man im Leben der Familie immer rausgestrichen. "Aufstehen, Kinder", habe der Vater daheim in Reit im Winkl frühmorgens gerufen, "die Sonne scheint!"

Und wenn nicht, so sei das ein sicherer Beweis gewesen, dass sie es bald wieder tun werde.

Unzertrennliche Familienbande

In einer Zeit, in der Prominentenpaare ihre glückliche Liebesbeziehung schon mal selten so lange halten können, dass sie den Andruck der aktuellen Klatschpresse noch erleben, gehören Rosi und Ehemann Christian zu den Ausnahmen.

Das Paar Mittermaier/Neureuther, seit 30 Jahren verheiratet, steht über den Schlagzeilen wie ein Leuchtturm.

Tochter Ameli (29) ist Modestylistin in Berlin, Sohn Felix (26) ist längst aufgestiegen in die Weltklasse der alpinen Skirennläufer.

"Wie das Paradies auf Erden"

Ihr Daheim ist ein wunderschönes Haus am Hang, gelegen am Fuße eines mächtigen Alpenpanorama mit Blick auf das Wettersteingebirge, eine Postkartenidylle.

"Wie das Paradies auf Erden," sagt Rosi.

"Es ist ein Glück, in Bayern reingeboren zu werden. Und je älter man wird, umso bewusster erlebt man geschenkte Tage."

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