vergrößernverkleinern
Viktoria Rebensburg holte 2010 in Vancouver Gold im Riesenslalom © imago

Das Gold von Vancouver ist Schnee von gestern. Für Viktoria Rebensburg liegt der Fokus auf der Weltcup- und WM-Saison.

München - Viktoria Rebensburg ist Olympiasiegerin. Und sie wird es bleiben, ein Leben lang.

Das kann einem allerdings schon mal entfallen vor lauter Magdalena Neuner oder Maria Riesch, die bei den Spielen in Vancouver jeweils zwei Mal Gold gewannen und hierzulande die einzigen bekannten Olympiasiegerinnen zu sein scheinen.

"Ach, ich werde schon erkannt", sagt Viktoria Rebensburg, "und ich hoffe, dass es noch ein bisschen mehr wird."

Dass die Olympiasiegerin Rebensburg bisweilen nicht als solche wahrgenommen wird, liegt auch ein wenig an ihr selbst.

Goldmedaille noch nicht ausgepackt

Schließlich behauptet sie über den Erfolg, dem andere ihr Leben lang vergeblich hinterherfahren: "Daran denke ich ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr zurück."

Die Goldmedaille ist noch in dem Täschchen verstaut, in dem sie ihr mitgegeben wurde, sie liegt unausgepackt auf einer Kommode.

"Ich habe noch keinen geeigneten Platz dafür gefunden." Überhaupt scheint die 21-Jährige das Leben doch sehr entspannt anzugehen.

Neue Saison, neue Ziele

Dass sie das größte Ziel eines Sportlers schon erreicht hat, na und? "Ich habe halt oben angefangen", sagt Rebensburg.

Das heißt für sie im Umkehrschluss, dass sie ab der kommenden WM-Saison noch die anderen Ziele erreichen will, die eine Rennläuferin so über die Jahre hinweg vor Augen hat.

Als da wären: "Erster Sieg im Weltcup, eine WM-Medaille - und ich will die Kugel."

Olympiasiegerin will mehr

Rebensburg hätte auch sagen können: Ich will beweisen, dass ich die beste Riesenslalom-Läuferin der Welt bin, mein Olympiasieg kein Zufall war.

Die Bayerin formuliert es lieber so: "Es gibt noch so viele andere Dinge zu gewinnen, das ist meine Zielsetzung für die neue Saison."

Diese beginnt am Samstag im österreichischen Sölden, droben auf dem Rettenbachgletscher, wo als letzte Deutsche Martina Ertl gewonnen hat (2003).

Erst Olympiasieg, dann OP

Nun ist es allerdings auch nicht so, dass die Monate nach dem Olympiasieg völlig ereignislos verlaufen sind für Rebensburg.

Nach dem Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen, wo im Februar 2011 um WM-Medaillen gefahren wird, musste sie sich wegen eines entzündeten Blinddarms operieren lassen.

"Da hatte ich extremes Glück, dass das nicht ein paar Wochen vorher passiert ist", sagt sie grinsend.

Sommer "war super"

Beim Sommertraining in Neuseeland brach sich Rebensburg dann noch den Daumen an der rechten Hand, weshalb sie das Abfahrts- und Super-G-Trainingslager in Chile sausen lassen musste.

"Aber sonst war der Sommer super", berichtet Rebensburg. Sie hat an der Fachhochschule in Erding nordöstlich von München auch noch ein Studium begonnen, Sportmanagement.

Unterlagen und Laptop sind jetzt auf Reisen immer dabei.

Fokus auf den Saisonstart

Am Samstag will Rebensburg zunächst mal "da weitermachen, wo ich beim letztjährigen Saisonfinale aufgehört habe."

Das hieße: Mit dem vierten Platz zum diesjährigen Saisonauftakt wäre sie erst einmal ganz zufrieden.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel