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Maria Riesch hat Olympia-Gold in der Super-Kombination und im Slalom gewonnen © getty

Die Doppel-Olympiasiegerin hat vor dem Saisonstart große Pläne: Sie will den Gesamtweltcup, WM-Gold und dann heiraten.

München - Eine Medaille um den Hals, einen Ring am Finger: Maria Riesch hat recht konkrete Vorstellungen vom Frühjahr 2011.

"Ich habe da eine Vision", sagt die Doppel-Olympiasiegerin vor dem Saisonstart am Samstag in Sölden: "Weltmeisterin bei der Heim-WM werden."

Als frischgebackene Goldmedaillengewinnerin von Garmisch will sie dann ihren Lebensgefährten Marcus Höfl ehelichen. In Verbindung mit dem anvisierten Gewinn des Gesamt-Weltcup soll am Ende das persönliche Triple stehen.

"Da gibt es nur ein kleines Zeitfenster nach dieser Saison. Wir sind jetzt erst in der Anfangsplanung", sagt Riesch zu dem Thema, das "die Leute derzeit am meisten interessiert".

Keine Heirat im Dirndl

Im April oder Mai 2011 soll es soweit sein. Derzeit steht für das viel beschäftigte Ski-Ass aber der Weltcup im Vordergrund, die Hochzeitsplanungen sind erstmal auf Eis gelegt.

Nur eins steht für Riesch fest: "Im Dirndl heirate ich nicht." Die Partenkirchnerin hält's lieber klassisch.

Maria Riesch muss derzeit sehr viele Fragen über ihr Privatleben beantworten, noch mehr als früher. Riesch ist jetzt nicht mehr das größte deutsche alpine Ski-Talent seit Katja Seizinger, sie ist die Doppel-Olympiasiegerin. Der Medien-Star.

Vorbereitung verlief perfekt

Sie sitzt in Fernsehshows, engagiert sich mit ihrem guten Namen für die Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2018, ist Botschafterin für seltene Alpenblumen und einiges mehr. Wird ihr der Rummel nicht manchmal zu viel? "Nein, es ist ein tolles Leben. So gut wie jetzt ging es mir noch nie", sagt sie.

Das liegt auch daran, dass sie trotz des Trubels eine "sehr, sehr gute Vorbereitung" bestritten habe, wie sie betont.

Im Trainingslager in Neuseeland und Chile konnte sie ohne störende Krankheiten oder andere Probleme "perfekt arbeiten", ihre Schwäche im Super-G will sie dabei weitgehend behoben haben.

Verzicht auf Herren-Skier

Zudem habe sie unter dem neuen Cheftrainer Thomas Stauffer in der Konditionsarbeit Fortschritte gemacht, weil der Leistungsdiagnostik noch professioneller machte.

Auf Experimente verzichtete Riesch dagegen fast völlig. Trotz des Angebots ihres Ski-Ausrüsters verzichtete sie darauf, auf den Schuh derselben Marke umzusteigen. Ihre Skier selbst sind nun zwar länger, es bleiben aber Damen-Ski: "Die Herren-Ski habe ich probiert, bin aber nicht damit zurechtgekommen."

Einen Wettbewerbsnachteil gegenüber ihrer Hauptrivalin im Weltcup, der Amerikanerin Lindsey Vonn, die wie mittlerweile auch andere Athletinnen Männer-Ski fährt, fürchtet Riesch jedoch nicht. "Ich komme schon zurecht", sagt sie.

Sieg im Gesamtweltcup ist "mein Ziel"

Dieser Schuss Gelassenheit ist auch eine Spätwirkung der goldenen Tage von Whistler. "Ich habe alles erreicht, jetzt kann ich völlig ohne Druck mein Hobby ausüben", sagt Maria Riesch lächelnd.

Dass sie jetzt noch mehr im Mittelpunkt steht, der Druck also steigen könnte, will sie nicht hören: "Ich habe mehrfach bewiesen, dass ich stark bin im Kopf. Ich werde mit dem Druck umgehen können."

Auch mit dem bei der WM im Februar. Und erst recht mit dem im Weltcup. Dort will die 25-Jährige endlich die große Kristallkugel für den Gesamtsieg erringen. "Wenn man - so wie ich - in den letzten drei Jahren immer unter den Top 3 war, ist es sicher realistisch, ihn auch mal zu holen. Und das ist auch mein Ziel", sagt sie.

Mit dem Riesenslalom am Samstag (ab 10 Uhr) beginnt Marias Mission - am Ende soll sie dann Kristall in Händen halten. Und Doppel-Gold.

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