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Felix Neureuther gewann bei der WM 2005 in Bormio Team-Gold mit Deutschland © getty

Bei einem Ausfall-Festival in Levi scheidet auch Neureuther aus. Rückkehrer Grange siegt, ein anderer Deutscher überrascht.

München/Levi - Er wollte viel und erreichte nichts: Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat den Saisonauftakt im Slalom verpatzt.

Beim Weltcup im finnischen Levi riskierte der Partenkirchner im ersten Durchgang alles, verfehlte nach einem Beinahe-Ausfall allerdings die Qualifikation für den Finallauf.

"Ich hab extrem Gas gegeben, aber an die Schlüsselstelle bin ich zu gerade hin, da hätte ich Tempo rausnehmen müssen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer", sagte Neureuther.

Der 26-Jährige landete nur auf Rang 38 und verfehlte den zweiten Durchgang der besten 30 um 0,35 Sekunden (DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Levi).

Bemerkenswerter Dopfer

Mit einem anerkennenden Kopfnicken verfolgte Neureuther anschließend den Sieg des Franzosen Jean-Baptiste Grange und die bemerkenswerte Vorstellung von Fritz Dopfer.

Der Garmischer kämpfte sich in seinem 15. Weltcup-Slalom zunächst mit der hohen Nummer 57 auf Rang 24, am Ende verbesserte sich der 23-Jährige auf Rang 14.

In seinen 24 Weltcup-Rennen zuvor hatte Dopfer überhaupt nur ein einziges Mal Weltcup-Punkte gesammelt, im Januar dieses Jahres als guter 17. beim Riesenslalom im slowenischen Krajska Gora.

Wie Neureuther hatte er bereits beim abgebrochenen Riesenslalom vor drei Wöchen in Sölden überzeugt.

Granges eindrucksvolle Rückkehr

Grange meldete sich in Lappland mit seinem siebten Sieg eindrucksvoll im alpinen Weltcup zurück.

Im ersten Rennen nach einer Kreuzbandverletzung, die er vor knapp einem Jahr in Beaver Creek den USA erlitten hatte, gewann der 26-Jährige im Stile eines Champions vor dem schwedischen Olympia-Dritten Andre Myhrer (0,33 Sekunden zurück).

Rang drei belegte der zweifache kroatische Olympia-Zweite Ivica Kostelic (0,97). Dopfer kam im zweiten Lauf immerhin bis auf 0,49 Sekunden an die Zeit des Siegers heran.

"Richtig gute Leistung"

"Das war einfach ein guter Start", sagte Dopfer, der bereits in Sölden im ersten Lauf mit hoher Startnummer (51) die Qualifikation für den Finaldurchgang geschafft hatte - ehe dieser abgesagt wurde.

Seinen bislang guten Saisonstart schreibt der gebürtige Österreicher auch Mannschaftskollege Neureuther zu: "Das Training im Sommer hat angeschlagen. Ich war mit Felix in Neuseeland, und das war schon super."

Im zweiten Lauf fuhr Dopfer die viertbeste Zeit, "das war eine richtig gute Leistung von ihm", lobte Neureuther.

Olympiasieger fällt aus

Neureuther selbst konnte von seiner frühen Startnummer 2 in Levi nicht profitieren. Er und der mit der Nummer 1 gestartete Franzose Julien Lizeroux seien "ein bisschen die Crash-Test-Dummies" gewesen.

Beide hatten Probleme an einer Kuppe vor dem Steilhang, die nachfolgenden Läufer erkannten die Gefahr - machten es allerdings nicht immer besser.

Der erste Lauf war gekennzeichnet von vielen Ausfällen, neben den Österreichern Benjamin Raich oder Marcel Hirscher erwischte es auch Olypiasieger Giuliano Razzoli aus Italien. "Wir fliegen jetzt nach Amerika - da geht es wieder von vorne los", sagte Neureuther.

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