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Michael Walchhofer hat den Abfahrts-Weltcup 2005, 2006 und 2009 gewonnen © getty

Obwohl er keine perfekte Fahrt erwischt, siegt der Routinier aus der Alpen-Nation in Lake Louise. Ein Landsmann wird Zweiter.

München/ Lake Louise - Michael Walchhofer hat mit dem ersten Weltcup-Sieg seit fast 21 Monaten die Durststrecke der Ski-Nation Österreich in der alpinen Königsdisziplin Abfahrt beendet.

Der Weltmeister von 2003 war bei der ersten Schussfahrt der WM-Saison im kanadischen Lake Louise nicht zu schlagen. (DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Lake Louise)

In einer Zeit von 1:47,78 Minuten setzte sich der 35-jährige Routinier klar an die Spitze des Klassements.

Walchhofer war 0,55 Sekunden schneller als sein Teamkollege Mario Scheiber und Aksel Lund Svindal (Norwegen), die zeitgleich auf Platz zwei fuhren.

Strodl auf Rang 25

Der letzte Sieg eines Österreichers bei einer Weltcup-Abfahrt war Klaus Kröll am 7. März 2009 im norwegischen Kvitfjell gelungen.

Für Walchhofer war es der 16. Weltcup-Sieg, der zwölfte in der Abfahrt - und der erste in der Abfahrt seit Dezember 2008.

Andreas Strodl (Partenkirchen) belegte mit 2,23 Sekunden Rückstand auf den Sieger Platz 25 - sein bestes Weltcup-Ergebnis in der Abfahrt.

Walchhofer: "Nicht perfekt"

Stephan Keppler (Ebingen/2,44), im Training als 22. und 15. noch mit überzeugenden Leistungen, blieb als 29. etwas hinter den Erwartungen zurück.

"Ich sehe mich derzeit im Super-G stärker", sagte er. Der erste Super-G der Saison steht am Sonntag an.

"Das Schönste ist: Es kam mir gar nicht perfekt vor - und trotzdem bin ich vorne. Das macht mir eine Riesenfreude. Ich habe hier meinen ersten Sieg im Weltcup gefeiert und hoffe, dass es nicht mein letzter ist", sagte Walchhofer, der bereits im November 2003 in Lake Louise gewonnen hatte.

Lob für Ex-DSV-Coach

Walchhofers Erfolg war auch ein kleiner Sieg für Mathias Berthold.

Der war nach den überaus erfolgreichen Olympischen Winterspielen im Frühjahr mit drei Goldmedaillen als Cheftrainer der deutschen Frauen abgetreten und hatte das Amt des Männer-Chefs in seiner österreichischen Heimat übernommen.

Im erst zweiten Saisonrennen durfte Berthold den ersten Sieg feiern. "Es ist ein frischer Wind reingekommen mit dem Mathias", sagte Scheiber.

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