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Viktoria Rebensburg gewann den ersten Riesenslalom in Sölden © getty

Rebensburg fehlt beim Riesenslalom in Aspen eine Winzigkeit zum zweiten Saisonsieg. Auch Hölzl scheitert äußerst knapp.

Aspen - Mit dem kleinstmöglichen Vorsprung hat Tessa Worley den zweiten deutschen Doppel-Erfolg im zweiten Weltcup-Riesenslalom des WM-Winters verhindert.

Die Französin verdrängte Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg im amerikanischen Aspen mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Dritte wurde Weltmeisterin Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen, die ihrerseits nur eine Hundertstelsekunde hinter Rebensburg lag.

Zum Saisonauftakt in Sölden hatte Rebensburg noch ihren ersten Sieg im Weltcup gefeiert - vor Hölzl. Für Worley war es der dritte Weltcup-Erfolg.

Dreifachführung im Gesamt-Weltcup

Das starke deutsche Ergebnis komplettierten Maria Riesch als Neunte und Lena Dürr auf Rang 17.

In der Gesamtwertung nach drei Rennen führt nun Rebensburg mit 180 Punkten vor Riesch (154) und Hölzl (146). (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

"Darauf gehen wir einen Trinken"

"Ich habe einen Riesenfehler gemacht vor dem Übergang ins Flache, das war total blöd. Aber egal, das Ergebnis bestätigt meine Form. Ich habe Gold bei Olympia sehr knapp gewonnen, da ist das mit der einen Hundertstel heute okay", sagte Rebensburg.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier lächelte zufrieden ob des guten Teamergebnisses, und meinte: "Darauf gehen wir einen trinken."

Lob vom Alpindirektor

Rebensburg hatte die Konkurrenz nach dem ersten Durchgang angeführt.

"Tja, leider gibt es noch einen zweiten Lauf", sagte sie danach. Als hätte sie es geahnt, leistete sie sich im Finale ein paar Schnitzer und verschenkte so den möglichen Sieg.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier war dennoch zufrieden mit der 21-Jährigen. "Sie ist sehr stabil geworden, fährt einen sehr rationellen Stil", sagte er.

Hölzl mit Wut im Bauch nach vorne

Hölzl, die im Vorjahr in Aspen ihren ersten Weltcup-Sieg errungen hatte, hatte einen schwachen ersten Lauf erwischt und lag vor dem Finale nur auf Rang 15.

Mit "Wut im Bauch" (Hölzl) legte sie dann die zweitbeste Laufzeit im Finale hin und raste zum achten Mal in ihrer Karriere aufs Weltcup-Podium.

Vonn scheidet aus

Susanne Riesch schied im Finale nach wenigen Toren aus. Gesamtweltcup-Siegerin Lindsey Vonn (USA) war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden und hat nach insgesamt drei Rennen schon 101 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung auf Maria Riesch.

Die behauptete jedoch: "Ich schaue derzeit nicht auf Lindsey, dazu ist es noch zu früh. Ich gehe meinen eigenen Weg."

Fernsebner erneut verletzt

Bitter verlief das Rennen für Carolin Fernsebner.

Eben erst von Kreuzbandrissen in beiden Knien genesen, verletzte sie sich bei ihrem Aus im ersten Lauf und musste mit dem Rettungsschlitten geborgen werden. Über die Schwere ihrer Verletzung wurde zunächst nichts bekannt.

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