vergrößernverkleinern
Maria Riesch hat bisher 14 Weltcupsiege eingefahren © getty

Die Partenkirchnerin muss nach starker Aufholjagd nur einer Schwedin den Vortritt lassen. Auch sonst stimmt die DSV-Bilanz.

Aspen - Vier Rennen, sechs Podestplätze: Die deutschen Ski-Rennläuferinnen sind in der WM-Saison weiter das Maß der Dinge.

Zwar gingen die Siege bei Riesenslalom und Slalom im amerikanischen Aspen diesmal an Tessa Worley aus Frankreich und die Schwedin Maria Pietilä-Holmner.

Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg und Weltmeisterin Kathrin Hölzl als Zweite und Dritte im Riesenslalom sowie Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch als Zweite im Torlauf ließen Alpindirektor Wolfgang Maier aber wieder lächeln.

"Darauf gehen wir einen trinken", hatte der oft kritische Chef bereits nach dem Doppel-Podium am Samstag angekündigt. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Riesch führt im Weltcup

Nach Rieschs Coup am Sonntag, mit dem die 26-Jährige die Führung im Gesamt- und Disziplinen-Weltcup übernahm, war er dann vollauf zufrieden - auch wenn das Teamergebnis diesmal nicht passte.

Beim "Riesen" hatte Riesch es als Neunte noch komplettiert, im Slalom folgte Fanny Chmelar erst auf Rang elf als zweitbeste Deutsche.

Die Partenkirchnerin fuhr so zum Ticket für die Heim-WM, Hölzl (Bischofswiesen) belegte Rang 13.

Sorgenfalten trieb Maier neben dem Kreuzbandriss von Carolin Fernsebner (Ramsau) auch die Kunde aus Lake Louise auf die Stirn.

Strodl verletzt

In Kanada war Andreas Strodl nach Platz 25 in der Abfahrt beim Super-G gestürzt. Der ersten Diagnose zufolge zog sich der Partenkirchner eine Verletzung am rechten Knie zu. Stephan Keppler (Ebingen) belegte die Plätze 29 und 26.

Die Tagessiege gingen in der Abfahrt an Michael Walchhofer, der nach fast 21 Monaten die österreichische Durststrecke in der Abfahrt beendete, und an Tobias Grünenfelder im Super-G.

Für den Schweizer war es einen Tag nach seinem bereits 33. Geburtstag der erste Sieg im Weltcup.

Riesch mit Aufholjagd

Im Nobel-Skiort Aspen durfte Riesch schon vom 15. Erfolg träumen, doch Pietilä-Holmner war für die Slalom-Weltmeisterin zu stark. "Ich bin heute aber auch mit dem zweiten Platz sehr zufrieden", meinte sie.

Zumal sie in der Gesamtwertung nun schon 149 Punkte vor Lindsey Vonn (USA) liegt. "Es ist aber noch viel zu früh, darauf zu schauen", sagte Riesch.

Die 26 Jahre alte Partenkirchnerin fuhr mit zweitbester Laufzeit im Finale noch von Rang sieben bis fast ganz nach vorne. Das Podium als Dritte komplettierte Tanja Poutiainen (Finnland/0,93).

Nach dem Doppel-Erfolg zum Auftakt in Sölden und Rang zwei von Riesch beim Slalom in Levi waren die deutschen Damen also auch in Aspen Dauer-Gäste auf dem "Stockerl".

Schild blamiert sich

Die Slapstick-Einlage des Tages lieferte Top-Favoritin Marlies Schild.

Die Österreicherin, die den ersten Torlauf der Saison im finnischen Levi gewonnen hatte, rutschte beim Schlittschuh-Schritt zu Beginn aus und fädelte gleich beim ersten Tor ein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel