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Viktoria Rebensburg holte in Vancouver überraschend Olympia-Gold im Riesenslalom © getty

Beim Riesenslalom von St. Moritz fällt Rebensburg weit zurück, Hölzl ergehts noch schlimmer. Riesch büßt Vorsprung auf Vonn ein.

München - Die erfolgsverwöhnten Ski-Rennläuferinnen um Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch haben erstmals in diesem Winter die Plätze auf dem Weltcup-Podium verpasst. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Während Viktoria Rebensburg und Kathrin Hölzl beim Riesenslalom in St. Moritz nach Doppel-Führung im ersten Lauf im Finale den möglichen vierten Saisonsieg verspielten, sprang Felix Neureuther für das diesmal schwache Geschlecht in die Bresche: (VOTING: Die Sportler 2010)

Der Partenkirchner qualifizierte sich mit Rang sechs beim Slalom von Val d'Isere für die Heim-WM in Garmisch.

Rebensburg noch in den Top 10

Olympiasiegerin Rebensburg lag auf Rang eins, Weltmeisterin Hölzl auf Rang zwei - doch plötzlich schlug die Vorfreude über einen möglichen Doppelsieg jäh um in Ernüchterung.

Rebensburg (Kreuth) landete nach einer verkorksten Fahrt im zweiten Lauf gerade noch auf Rang zehn, Hölzl schied sogar aus.

"Das ist mal so richtig enttäuschend, wenn man bei so einer Ausgangssituation das Rennen so versemmelt", sagte der deutsche Sportdirektor Wolfgang Maier. Hölzl formulierte es drastischer: "Wir haben's verkackt." Riesch wurde auch nur 19.

Worley wieder vorn

Die Erfolgsserie der deutschen Ski-Rennläuferinnen ist damit gerissen: In den bisherigen sieben Saisonrennen hatte mindestens eine Dame des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf dem Siegertreppchen gestanden.

"Ich kann mir das auf die Schnelle nicht erklären. So souverän, wie sie im ersten Lauf gefahren sind, so schlecht sind sie im zweiten gefahren", sagte der leicht gefrustete Maier.

Von den Patzern der deutschen Damen profitierte zuallererst Tessa Worley, die nach dem "Riesen" von Aspen nun auch im Schweizer Nobel-Skiort gewann.

Noch 145 Punkte vor Vonn

Das schwarze Wochenende für den DSV hinterließ auch bei Riesch Spuren. "Klar ärgere ich mich, aber das muss ich abhaken", sagte die Partenkirchnerin und ergänzte lapidar: "Es war klar, dass es auch mal wieder so ein Rennen gibt."

Rang eins in der Gesamtwertung blieb ihr als Trost, wenngleich sie dort "nur" noch 145 Punkte Vorsprung auf Lindsey Vonn (USA) hat, die Siebte wurde.

Der Super-G am Samstag wurde abgesagt, er soll am Freitag in Val d'Isere gefahren werden.

"Jetzt in Ruhe weiterarbeiten"

Dort legte Neureuther am Sonntag sein bestes Saisonergebnis hin. Nach einem schweren Saisonstart mit Fehlern, Beinahe-Ausfällen und Verletzungen war der erste Vorstoß in die Spitze seit dem Frühjahr "eine Erlösung" für ihn.

"Das ist ein sehr versöhnlicher Abschluss des Wochenendes für mich. Ich hatte echt keinen einfachen Start in den Winter mit dem Patzer in Levi. Und auch im Riesenslalom lief es nicht so glücklich. Dass ich die WM-Quali nun im Sack habe, ist ziemlich wichtig. Jetzt kann ich in Ruhe weiterarbeiten - im Januar und Februar wird dann die Saison entschieden", sagte der 26-Jährige.

Absagen und Patzer

Dass er auf einem guten Weg ist, hatte er in dieser Saison schon mehrfach angedeutet. Doch dann wurde der Final-Lauf abgesagt wie beim Riesenslalom in Sölden.

Dann machte er Fehler, wie in Levi, als er das Slalom-Finale nicht erreichte. Oder wie im zweiten

Riesenslalom-Lauf von Beaver Creek, den er auf Rang 19 beendete.

Auch beim "Riesen" in Val d'Isere war mehr drin, sogar das beste Karriere-Ergebnis in seiner "zweiten Disziplin". Neureuther aber patzte erneut und fiel auf Rang 30 zurück. Im Slalom rettete er sein Wochenende noch.

Hirscher triumphiert im Slalom

Umgekehrt lief es für Teamkollege Fritz Dopfer. Im Slalom verpasste er das Finale als 35., im Riesenslalom belegte der Garmischer mit der besten Laufzeit des zweiten Durchgangs Platz 16 - sein bestes Ergebnis in dieser Disziplin.

Der Tagessieg ging zum zweiten Mal in dieser Saison an den Amerikaner Ted Ligety, den Slalom entschied Marcel Hirscher aus Österreich für sich.

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