vergrößernverkleinern
Lindsey Vonn gewann bei Olympia in Vancouver Gold in der Abfahrt © getty

Die US-Amerikanerin gewinnt in Val d'Isere auch die Super-Kombination und erobert die Spitzenposition im Gesamt-Weltcup.

München/Val d'Isere - Lindsey Vonn hat den Doppelschlag geschafft - für Maria Riesch war es erneut ein Wochenende zum Vergessen.

Rang 24 bei der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere, danach eine miserable Abfahrt in der Super-Kombination und damit keine Chance auf den Sieg, auch die Führung im Gesamtweltcup ist dahin.

Die sicherte sich Vonn, die nach der Abfahrt am Samstag auch die Super-Kombination gewann und ihren dritten Saisonsieg feierte.

"Es war mehr drin, aber auch solche Wochenenden muss man verdauen", sagte Riesch, bevor sie aus den französischen Hochsavoyen für wenige Stunden zur Gala Sportler des Jahres nach Baden-Baden hetzte (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11).

"Nicht mein Berg"

In Val d'Isere rettete Maria Riesch mit einem guten Slalom wenigstens noch Rang fünf in der Super-Kombi, doch nach zwei Siegen und drei zweiten Plätzen in den ersten sieben Rennen des WM-Winters ist nun ein bisschen der Wurm drin.

Das kam in Val d'Isere aber etwas überraschend, nachdem die 26-Jährige in den zwei Trainingsläufen zuvor die Ränge eins und drei belegt hatte.

"Irgendwie ist das nicht mein Berg", sagte Riesch. Immerhin kann ihr am Dienstag beim Slalom in Courchevel noch ein guter Jahresabschluss gelingen - bereits für Sonntagabend war die Rückreise von Baden-Baden dorthin geplant.

Drei Punkte Unterschied

Der Rückstand auf Vonn beträgt nun drei Punkte. "Das wird mit Sicherheit ein langes Hin und Her werden", sagte die Partenkirchnerin mit Blick auf den Zweikampf um die große Kristallkugel, die sie der Freundin und ewigen Rivalin endlich entreißen will.

Zunächst aber wollen Riesch und Vonn wie üblich gemeinsam Weihnachten in Garmisch-Partenkirchen feiern - und vorher noch zusammen Geschenke kaufen.

"Zu passiv gefahren"

Über die Super-Kombination von Val d'Isere soll bei der gemeinsamen Feier nicht mehr gesprochen werden. Maria Riesch war immerhin froh, dass sie nach der verkorksten Abfahrt am Vormittag noch von Rang 16 nach vorne fuhr.

"Über Platz fünf will ich jetzt nicht meckern, dass es noch so weit nach vorne reicht, ist schon okay. Aber ich habe schon den Anspruch, in der Super-Kombination um den Sieg mitzufahren", sagte Riesch mit ernstem Blick.

"Ich bin zu passiv gefahren", gab sie zu.

Dritter Sieg für Ligety

Bei den Herren hat der Amerikaner Ted Ligety auch den dritten Weltcup-Riesenslalom des Winters gewonnen.

Auf der äußerst anspruchsvollen Piste "Gran Risa" in Alta Badia siegte der Olympiasieger in der Kombination von 2006 mit 0,14 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Cyprien Richard, der nach dem ersten Lauf geführt hatte.

Rang drei belegte dessen Landsmann Thomas Fanara mit einem Rückstand von 0,55 Sekunden auf Ligety.

Neureuther macht 13 Plätze gut

Mit der viertbesten Zeit im zweiten Durchgang verbesserte sich Felix Neureuther noch vom 29. auf den 16. Rang und erreichte damit sein bestes Riesenslalom-Resultat seit vier Jahren und das zweitbeste seiner Karriere.

Auch Fritz Dopfer holte bei sehr schwierigen Bedingungen erneut Weltcup-Punkte: Er belegte Rang 19.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel